Author Archive

Die SPD Planegg spendet 700 Euro für die Wohnungslosen

Die Weihnachts- und Christkindlmärkte fallen auch in diesem Jahr aus – die steigenden Corona-Zahlen lassen ein gemeinsames Feiern nicht zu. Auch der Planegger Markt, zu dem die Vereine seit 20 Jahren traditionell am 1. Adventswochenende eingeladen haben, wurde zum zweiten Mal in Folge abgesagt.

 

Doch Weihnachtsfreude soll es trotzdem geben, findet der SPD-Ortsverein Planegg. „Wir wollen Menschen unterstützen und glücklich machen, denen es nicht so gut geht“, sagt der SPD-Vorsitzende Heinrich Hofmann. Er überreichte deshalb zusammen mit 3. Bürgermeisterin Christine Hallinger und Gemeinderat Felix Kempf der AWO Wohnungsnotfallhilfe 700 Euro. „Das Geld ist der Erlös des Weihnachtsmarkts von 2019, den wir traditionell für sozial Bedürftige spenden“, erklärte Hofmann. Die SPD verband damit den Dank an die Wohnungsnotfallhilfe und speziell an Tanja Fees. Diese leiste in der Planegger Obdachlosenunterkunft Arbeit, die unbezahlbar sei.

 

Stefan Wallner, Leiter der Wohnungsnotfallhilfe, und Tanja Fees freuten sich über die Summe. „Sie tun mit dem Geld etwas sehr Gutes“, sagte Wallner. Es soll vor allem dazu verwendet werden, den Eltern die Möglichkeit zu geben, ihren Kindern an Weihnachten eine Freude zu machen. „Selbst haben sie dafür oft kein Geld“, weiß Wallner aus Erfahrung. Mit kleinen Geschenken soll den Menschen, die auf sehr beengtem Raum leben und viele Probleme haben, in dunkler Zeit Hoffnung und Zuversicht gegeben werden. Mit dem Geld sei es der AWO möglich, ein paar Zuckerl in der Weihnachtszeit an die Bewohner zu verteilen. Sie hätten es verdient!

AWO SozialService für den Landkreis München serviert aktuelle Infos zur Suppe

  • Suppenküche am Freitag, 8. Oktober 2021, in einer Jurte im Innenhof der AWO Geschäftsstelle in der Balanstraße 55 in München
  • Aktuelle Informationen der AWO Wohnungsnotfallhilfe im Landkreis München
  • Ins Gespräch kommen mit den Mitarbeiter*innen der AWO Schuldner- und Insolvenzberatung, des Betreuungsvereins, der Migrationsberatung und mit den Klawotten für den Landkreis München
  • Zu Gast ist die Straßenambulanz aus Ingolstadt

Zu einem traditionellen Treffen im Frühherbst entwickelt sich die Suppenküche der AWO Wohnungsnotfallhilfe für den Landkreis München. Mit dabei sind in diesem Jahr zum ersten Mal die Schuldner- und Insolvenzberatung, die im Januar dieses Jahres an den Start ging, sowie der Betreuungsverein. Unter dem gemeinsamen Dach des AWO SozialService beraten Wohnungsnotfallhilfe, Schuldner- und Insolvenzberatung und Betreuungsverein gemeinsam kostenlos Bürger*innen des Landkreises, die in einer sozialen Notlage stecken.

 

Beim Treffpunkt „Suppenküche“ gibt es am Freitag, 8. Oktober 2021, ab 12 Uhr im Innenhof der AWO Geschäftsstelle in der Balanstraße 55 warme Suppe für alle Gäste. Die Pfadfinder aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Royal Rangers Stamm 58, stellen hierzu wieder ihre Jurte auf.

 

Im Mittelpunkt der „Suppenküche“ steht das Gespräch über die sozialen Notlagen im Landkreis und die Hilfsangebote, die der AWO SozialService gebündelt zur Verfügung stellt. Dabei geht es um die Wohnungsnot mit allen ihren politischen und gesellschaftlichen Facetten, aber auch um die Verschuldung vieler Menschen, die in der Corona-Pandemie enorm zugenommen hat.

 

Mit dabei sind neben Max Wagmann, dem Präsidiums-Vorsitzenden des AWO Kreisverbandes München-Land, auch AWO Landesvorsitzende Nicole Schley und Vorstand Michael Germayer. Den Fachbereich SozialService vertreten Stefanie Sonntag und Stefan Wallner. Eingeladen sind aber auch die „Praktiker*innen“, die ihren Teil zum Gelingen der Arbeit beitragen wie Vertreter des Landratsamts, des Jobcenters und vieler anderer Ämter und Gemeinden im Landkreis.

 

Neben den Ständen der AWO Fachbereiche wie der Migrationsberatung, des Jugendmigrationsdienstes und der Klawotte Kinder&Kreativ in Ottobrunn gibt es einen Gast aus Ingolstadt. Es ist die Straßenambulanz St. Franziskus in Ingolstadt mit Martin Berni. Mit ihr kooperiert die Wohnungsnotfallhilfe seit längerer Zeit.

 

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt!

Gesucht: Ehrenamtliche Unterstützung für den AWO Betreuungsverein und die Schuldner- und Insolvenzberatung

Der AWO SozialService im Landkreis München e.V. sucht Menschen, die die Arbeit des Betreuungsvereins und der Schuldner- und Insolvenzberatung ehrenamtlich unterstützen.

 

Ehrenamtliche Arbeit ist nicht bezahlt, doch das soziale Engagement der Helfer*innen ist für alle wertvoll. Davon profitieren nicht nur die Menschen, die in einer schwierigen Situation Hilfe erhalten, sondern auch die Helfer*innen. Jungen Menschen kann ehrenamtliche Arbeit beispielsweise als Orientierung bei der Berufswahl helfen. Sie können in der Praxis ihre Kompetenzen entdecken und Erfahrungen sammeln. Ältere Menschen können ihre Berufs- und Lebenserfahrung zum Nutzen anderer weitergeben. Die ehrenamtlich gesammelten Impulse sind oft der „Kick“ für das eigene Leben.

 

Wer seine freie Zeit sinnvoll anderen zur Verfügung stellen möchte, ist als ehrenamtlicher Unterstützer im Team des AWO SozialService willkommen. Alle, die soziale Verantwortung übernehmen und sich für ihre Mitmenschen und das soziale Miteinander einsetzen möchten, haben viele Möglichkeiten aktiv zu werden. Die freiwillige Arbeit ist ein Beitrag, die Gesellschaft, in der wir leben, mitzugestalten und positiv zu verändern.

 

Nur ein Beispiel:

Ein ehemals Obdachloser ist mit der Unterstützung des AWO SozialService in einer Wohngruppe untergekommen. Er hat den Überblick über seine finanzielle Lage gewonnen und ist auf der Suche nach Arbeit. Mit all diesen Schritten ist sein Lebenswille zurückgekehrt. Um diese wiedergewonnene Motivation nicht zu verlieren, wäre jetzt ein ehrenamtliche*r Helfer*in gefragt, der ihm in Gesprächen und bei kleinen Ausflügen hilft, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken und den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

 

„Wir suchen Menschen, die mithelfen, unserer professionellen Arbeit mit ehrenamtlichem Engagement zu langanhaltendem Erfolg zu verhelfen“, sagt Fachbereichsleitung Stefanie Sonntag. „Dabei ist punktuelles Engagement wie zum Beispiel die Begleitung zu einer Behörde ebenso wertvoll wie die längerfristige Betreuung von Menschen. Zu helfen kann das Leben verändern und führt zu mehr Zufriedenheit. Gerne berate ich Sie individuell zu den Möglichkeiten im AWO SozialService.“

 

Für weitere Fragen zum Ehrenamtlichen Engagement:

Stefanie Sonntag
AWO Kreisverband München-Land e.V.
Fachbereich SozialService
Balanstraße 55
81541 München
Tel.: 089/67 20 87 197 oder betreuungsverein@awo-kvmucl.de

 

Koordinator*in für Ganztagsangebote – OGTS Koordinator*in – AWO Qualifizierungsmaßnahme für Betreuungskräfte

Im Juli dieses Jahres hat der AWO Kreisverband München-Land e.V. die erste Qualifizierung zum/zur Koordinator*in für Ganztagsangebote – OGTS Koordinator*in – abgeschlossen. Angela Bengel, AWO Fachbereichsleitung Schulen, konzipierte die Zertifizierung, die von der Regierung anerkannt wurde. Der AWO Kreisverband München-Land e.V. konnte somit seinen Leitungen aus dem Bereich Ganztag und Mittagsbetreuung diese Weiterbildung kostenlos anbieten. Aber auch Externe nahmen daran teil.

 

Seit dem Schuljahr 2020/21 ist eine pädagogische Ausbildung oder die Zertifizierung zum Koordinator*in in offenen Ganztagsangeboten (OGTS) für Leitungen in diesem Wachstumsbereich der Schulen verpflichtende Voraussetzung. Wegen der großen Nachfrage wird der AWO Kreisverband bereits im November 2021 eine weitere Qualifizierungsmaßnahme zum/zur OGTS Koordinator*in starten.

 

Hier erfahren Sie die Einzelheiten sowie die geplanten Termine und Kontaktdaten:

 

Leitbild des AWO Kreisverbandes München-Land e.V.

Vorstellung des Kreisverbandes

Der AWO Kreisverband München-Land e.V. ist eigenständiger Teil in der föderalen Struktur des Gesamtverbandes der Arbeiterwohlfahrt. Wir sind starker Partner der Kommunen in der Region, sozialpolitische Interessensvertretung und Mitgliederverband. Unser gemeinnütziger Verein wird getragen von unseren ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen.

Als Wohlfahrtsverband steht für uns die soziale Arbeit im Vordergrund. Wir verstehen uns als sozialer Dienstleister für den Landkreis München.

Unsere geschichtlichen Wurzeln in der Arbeiterbewegung sind für uns verpflichtend und geben uns Orientierung für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Die Grundsätze und das Leitbild der AWO sind für uns die Basis für unser Selbstverständnis und Grundlage unseres Handelns.

https://www.awo.org/fileadmin/user_upload/documents_Awo/Die_Arbeiterwohlfahrt/Grundsatzprogramm_Layout_neu_09.pdf

 

Menschenbild / Werte / Haltung

Wir leben die Werte unseres Verbandes mit dem Ziel einer sozial gerechten Gesellschaft. Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Daher werden folgende Prinzipien gelebt:

 

Solidarität bedeutet für uns: gegenseitige Hilfe und das Eintreten füreinander.

 

Toleranz bedeutet für uns: Individualität des Menschen zu erkennen, zu verstehen, zu respektieren und in unser Handeln mit einzubeziehen.

 

Freiheit bedeutet für uns: individuelle Vorstellungen/einen persönlichen Lebensentwurf verwirklichen zu können – innerhalb der gesellschaftlich akzeptierten Normen.

 

Gleichheit bedeutet für uns: alle Menschen werden unabhängig von ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, sexuellen Orientierung oder ihres Glaubens akzeptiert. Jedem soll die soziale und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden.

 

Gerechtigkeit bedeutet für uns: soziale Ungerechtigkeit in allen Bereichen zu bekämpfen.

 

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung auf der Grundlage dieser Prinzipien, beispielsweise in:

  • der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • der Integration von gesellschaftlichen Randgruppen
  • der Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement
  • der Abwendung von sozialen Notlagen
  • der Stärkung von Eigenverantwortung

 

Mitarbeiter*innen

Wichtigster Faktor und Basis zur Erreichung unseres gesellschaftlichen Zieles sind unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen. Diese sind engagiert, verlässlich, reflektiert und werden in ihrer fachlichen Kompetenz aktiv unterstützt. Unsere Zusammenarbeit ist geprägt von Wertschätzung und Akzeptanz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Träger der Innovationskraft unseres Verbandes und sichern dadurch eine hohe Dienstleistungsqualität. Diese wird regelmäßig im Rahmen des Qualitätsmanagements überprüft und weiterentwickelt.

 

Verband

Unser Verband gewährleistet durch die Schaffung klarer Strukturen den Rahmen für die Dienstleistungsqualität. Bedarfs- und Kundenorientierung sehen wir als Verpflichtung.

Uns ist bewusst, dass eine hohe Qualität nur im gegenseitigen Miteinander zu erreichen ist und fördern dies durch Beteiligung und eine wertschätzende Anerkennungskultur. Es ist uns klar, dass nur durch den Beitrag eines jeden Einzelnen das große Gesamte gelingen kann.

 

Konzeption zur Qualifizierungsmaßnahme für Betreuungskräfte zum/zur OGTS Koordinator*in

Als qualifizierte und professionelle Ansprechperson vor Ort übernimmt der/die OGTS-Koordinator*in eine wichtige Stellung im Ganztag der Schulen.

Zu seinen/ihren wichtigsten Aufgaben zählen:

  • die Umsetzung des Ganztagsangebotes orientiert an den rechtlichen Vorgaben und den Bedarfen der Schule;
  • die Übernahme koordinierender, organisatorischer und kommunikativer Aufgaben in Zusammenarbeit mit der Schule, den Eltern und Schüler*innen;
  • die Übernahme der Funktion der Teamleitung
  • und die pädagogische Ausgestaltung des Ganztags.

 

In der 120 Stunden umfassenden Zertifizierung werden die folgenden Inhalte vermittelt, um den Anforderungen des Ganztags gerecht zu werden.

 

Kompetenzbereich Koordinierung und Kommunikation (50 Stunden inkl. 15 Stunden Eigenstudium und Hausaufgaben):

  • Rechtliche Grundlagen (10 Stunden)
  • Koordinierung und Verwaltung (15 Stunden)
  • Kommunikation- und Konfliktmanagement (15 Stunden)
  •  Qualitätsentwicklung und -sicherung (10 Stunden)

 

Kompetenzbereich Pädagogik (70 Stunden inkl. 25 Stunden Eigenstudium und Hausaufgaben):

  • Erziehung und Bildung (20 Stunden)
  • Gestaltung von Hausaufgaben- und Lernzeiten (20 Stunden)
  • Förderung und Beratung (10 Stunden)
  • Gestaltung der Mittagszeit (5 Stunden)
  • Gestaltung der Freizeit (15 Stunden)

 

Berufsbegleitend und nah an der Praxis soll den Teilnehmer*innen die Möglichkeit geboten werden, sich als anerkannte*r OGTS-Koordinator*in weiterzubilden. Neben theoretischem Input stehen Praxisbeispiele im Vordergrund, die neben der reinen Vermittlung von Wissen auch die Handlungskompetenz stärken und die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Erfüllung der Anforderungen als OGTS-Koordinator*in schulen.

Die 120 Stunden der Zertifizierung teilen sich in 80 Stunden Präsenzzeit und 40 Stunden Eigenstudium (Hausaufgaben) auf.

Die Zertifizierung bietet neben den vorgeschriebenen 80 Zeitstunden für den Kompetenzbereich Pädagogik weitere pädagogische Inhalte zu den aufgeführten Thematiken an, die über den geforderten Umfang in Form von Fortbildungen als inhouse Schulungen des AWO Kreisverbands München-Land e.V. besucht werden können.

Fortbildungsort:

Digital via Zoom oder

In Präsenz:

AWO Kreisverband München-Land e.V., Geschäftsstelle

Balanstraße 55

81541 München

(Mit der Anerkennung als OGTS-Koordinator ist keine Anerkennung als Fachkraft der Kinder- und Jugendhilfe verbunden).

 

Basis für die Zertifizierung ist der „Leitfaden für die Qualifizierung zum Koordinator in offenen Ganztagsangeboten (OGTS-Koordinator)“ des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) vom August 2018

 

Anmeldung für den Start der Zertifizierung zum OGTS Koordinator beim AWO Kreisverband München-Land e.V. Ende April 2020

 

Zeit:                                       5 Kurstage von 8-17 Uhr & 9 Kurstage von 8-12.30 Uhr

 

Ort:                                       digital (via Zoom) oder in Präsenz in der Balanstraße 55 / 81541 München

 

Kosten:                                950 € (extern) / 750 € (für AWO Mitglieder)

 

Ansprechpartnerin:         Angela Bengel, angela.bengel@awo-kvmucl.de

 

O         Anmeldung für externe Teilnehmer

O         Anmeldung für AWO Mitglieder

 

 

 

Name & Funktion:                        _____________________________________

 

Einrichtung

(Träger/ AWO Gliederung):      _____________________________________

 

Telefonnummer & E-Mail:        _____________________________________

 

Die Teilnahme an der Zertifizierung ist erst nach Bestätigung durch den AWO Kreisverband München-Land e.V. möglich und dann fest gebucht. Der Teilnehmerbetrag ist im vollen Umfang im Vorfeld zu entrichten und ist nicht erstattbar.

Das Bestehen der Zertifizierung setzt die Teilnahme an allen angebotenen Kurstagen und der Erbringung der eigenen Leistungen (Hausaufgaben, Texte bearbeiten, mündliche Prüfung, …) voraus.

 

 

Die Termine sind:

 

Freitag                   19.11.2021           8-17 Uhr

Mittwoch             08.12.2021           8-12.30 Uhr

Donnerstag          09.12.2021           8-12.30 Uhr

Freitag                   21.01.2022           8-17 Uhr

Mittwoch             09.02.2022           8-12.30 Uhr

Donnerstag          10.02.2022           8-12.30 Uhr

Donnerstag          03.03.2022           8-17 Uhr (Faschingsferien)

Freitag                   04.03.2022           8-17 Uhr (Faschingsferien)

Freitag                   18.03.2022           8-12.30 Uhr

Mittwoch             04.05.2022           8-12.30 Uhr

Donnerstag          05.05.2022           8-12.30 Uhr

Mittwoch             29.06.2022           8-12.30 Uhr

Donnerstag          30.06.2022           8-12.30 Uhr

Freitag                   15.07.2022           8-17 Uhr

       

Die Termine finden erst einmal digital statt, um flexibel bleiben zu können, auch wenn weitere Coronamaßnahmen bzw. Lockdowns angeordnet werden sollten. Sie benötigen einen Laptop/Computer, der internetfähig ist (Internet/WLan) und über Kamera und Lautsprecher verfügt.

In Absprache mit der Gruppe werden wir je nach Situation und Möglichkeiten auch Termine in Präsenz stattfinden lassen.

 

Die AWO bietet an: Soziales Jahr als Testlauf für die Arbeitswelt oder für die berufliche Neuorientierung

Landkreis – Viele Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen stehen vor der Frage: Was kommt nach der Schule? Ehemals Selbständige oder Berufstätige suchen nach den Corona-Einschränkungen eine neue berufliche Perspektive. Ein Freiwilligendienst kann eine gute Alternative für alle sein, die sich sinnvoll engagieren und zugleich das Arbeitsfeld des Sozialbereichs kennenlernen wollen. Ob Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) für junge Menschen bis 27 Jahre oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD), der allen Altersgruppen offensteht – in den Einrichtungen des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. können Menschen in den Berufsalltag eintauchen und Spaß dabei haben.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie und vieler Monate im Homeschooling stehen viele Absolventen vor der Frage, wie es weitergehen soll. „Das Freiwillige Soziale Jahr ist eine Bildungs- und Orientierungszeit, die helfen kann, berufliche Perspektiven zu entwickeln“, sagt Michael Germayer, Vorstand des AWO Kreisverbands München-Land e.V. Germayer: „FSJ und BFD bieten interessierten Freiwilligen die Möglichkeit, durch aktive Mitarbeit soziale Berufsfelder kennenzulernen und dabei soziale, praktische und gesellschaftspolitische Kompetenzen zu erwerben.“ Zum Beispiel bei der praktischen Mithilfe in Kitas oder Mittagsbetreuungen, in der Wohnungsnotfallhilfe oder in den AWO Sozialkaufhäusern. Durch individuelle Begleitung werden die passenden Einsatzorte für jeden ausgewählt. Durch Bildungsangebote, insbesondere im FSJ, werden neue Kenntnisse erworben und individuelle Fähigkeiten entwickelt.

 

Im AWO Kreisverband München Land e.V. sind im Moment neun junge Mitarbeiter*innen als FSJler oder BFDler, wie sie kurz genannt werden, beschäftigt. Fünf davon absolvieren ihren Dienst als Freiwilliges Soziales Jahr in einer der 23 AWO Kitas im Landkreis München. Drei weitere machen dort den Bundesfreiwilligendienst, einer ist im AWO Sozialservice im Einsatz.

 

Einer von ihnen ist Lucas von Reinhardstoettner. Der 18-jährige Münchner war ein Jahr lang als BFDler im Kreisverband beschäftigt. „Ich hatte schon ein Schüler-Praktikum in der Wohnungsnotfallhilfe gemacht, dass mir großen Spaß gemacht hat. Ich wollte aber mehr wissen über den sozialen Bereich und habe mich deshalb um eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst beworben“, sagt Reinhardstoettner. Ein Jahr lang hatte er die Chance, sich in vielen Einrichtungen der AWO umzuschauen. Im Bereich Obdachlosigkeit genauso wie in der Schuldner- und Insolvenzberatung, den Klawotten, der Geschäftsstelle

 

bis hin zur Presseabteilung des Verbands. „Ich habe vieles gelernt. Besonders interessant war für mich der Blick hinter die Kulissen. Wenn man mit Klienten spricht und erlebt, wie deren Alltag aussieht und wie sie leben. Ich habe auch viel über mich selbst erfahren,  was meine Stärken sind und meine Schwächen. Im Zeitmanagement musste ich noch etwas lernen, aber dafür kann ich gut mit den Klienten.“

 

Auch sein Wissen bei digitalen Fragen stellte Reinhardstoettner unter Beweis. So war er engagiert bei der Sache, als die Informationen auf die Tablets zur Online-Wohnungssuche aufgespielt und den Klienten der Umgang mit dem Gerät erklärt werden musste. Außerdem hat er die Gestaltung des Instagram-Auftritts angestoßen. „Ich kann das BFD jedem ans Herz legen, der in den sozialen Bereich hineinschnuppern möchte“, sagt er. Sein nächstes Ziel ist die Fachoberschule, wo er das Abitur machen will.

 

Während des FSJ oder des BFD erhalten die Freiwilligen ein Taschengeld in Höhe von 429 Euro sowie einen Verpflegungskostenzuschuss in Höhe von 100 Euro. Außerdem sind die Freiwilligen sozialversichert. Start des Freiwilligendienstes ist in der Regel am 1. September eines Jahres. Spätere Eintrittstermine sind nach Absprache möglich. In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. Ob FSJ und BFD, ist in erster Linie eine Frage des Alters. Einzelheiten dazu sind im Internet zu finden www.awo-bayern.de/mitmachen/freiwilligendienst/

 

„Freiwilliges Engagement lohnt sich für Alle und ist gerade für die Engagierten ein großer persönlicher Gewinn: Junge Menschen sammeln praktische Erfahrungen und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt. Bürgerschaftliches Engagement hat bei der AWO eine lange Tradition. Wir freuen uns, wenn junge Leute oder Leute aus ganz anderen Arbeitsbereichen frischen Wind in unsere Einrichtungen bringen“, sagt AWO Vorstand Dr. Gabriele Rössler. Die Freiwilligendienste stärkten nicht nur das Bewusstsein in der Gesellschaft für das bürgerschaftliche Engagement, sondern beeinflussten auch die Berufswahl oder die berufliche Neuorientierung.

Sie sind interessiert an einem Freiwilligendienst? Bewerbung an bewerbung@awo-kvmucl.de oder direkt an die AWO Einrichtung in der Nähe. Mehr Infos zum Kreisverband www.awo-kvmucl.de  

 

Erste Gruppe schließt erfolgreich die Zertifizierung zum OGTS Koordinator ab

Trotz der Hindernisse aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie konnte die Zertifizierung zum OGTS Koordinator für insgesamt 23 Teilnehmer*innen erfolgreich abgeschlossen werden. Seit dem Schuljahr 2020/21 ist eine pädagogische Ausbildung oder die Zertifizierung zum Koordinator*in in offenen Ganztagsangeboten (OGTS) für Leitungen verpflichtende Voraussetzung.

 

Angela Bengel, AWO Fachbereichsleitung Schulen, konzipierte die Zertifizierung, die von der Regierung anerkannt und genehmigt wurde. Der AWO Kreisverband München-Land e.V. konnte somit ihren internen Leitungen aus dem Bereich Ganztag und Mittagsbetreuung die Zertifizierung kostenlos anbieten. Aber auch externen Teilnehmer*innen konnten Plätze angeboten werden. Die Zertifizierung umfasst insgesamt 120 Stunden, die in Präsenzzeiten aber auch Eigenstudium zu erbringen sind. Verschiedene Kompetenzbereiche aus der Pädagogik, Koordinierung und Kommunikation wurden erarbeitet und bearbeitet.

 

Der Start war eigentlich für das Frühjahr 2020 geplant. „Corona hat uns jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schulungen in Präsenz waren erst einmal nicht möglich“, sagt Angela Bengel. Somit wurde das Programm kurzerhand neu konzipiert. Aus der Präsenzveranstaltung wurde eine digitale Zertifizierung, die mit viel Engagement und Disziplin erfolgreich durchgeführt wurde.

 

Dazu gehörten Gruppenarbeiten in digitalen Gruppenchats und digitalen Besprechungsräumen, gemeinsames Erarbeiten von Dokumenten über Clouds, Vorlesungen in digitaler Form, mündliche Prüfungen online usw. „Wir haben aus den vielen Möglichkeiten, die uns die digitalen Formen bieten das Beste gemacht. Abschließend können wir sagen, dass dies geht und dadurch zusätzlich vieles Neues gelernt werden konnte“, sagt Angela Bengel.

 

Als qualifizierte und professionelle Ansprechperson vor Ort übernimmt der OGTS-Koordinator eine wichtige Stellung im Ganztag der Schulen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählen:

  • die Umsetzung des Ganztagsangebotes orientiert an den rechtlichen Vorgaben und den Bedarfen der Schule
  • die Übernahme koordinierender, organisatorischer und kommunikativer Aufgaben in Zusammenarbeit mit der Schule, den Eltern und Schüler*innen
  • die Übernahme der Funktion der Teamleitung
  • und die pädagogische Ausgestaltung des Ganztags

 

Die Abschlussveranstaltung am 11. Juni 2021 hat „live“ stattgefunden. Und das war ein ganz besonderer Tag. Im Monopol Kino München hat sich die Gruppe den Film „Systemsprenger“ angeschaut und sich anschließend in einer Podiumsdiskussion über die Inhalte ausgetauscht.

 

Und dann endlich erhielten die 18 Teilnehmer*innen, die zur Feier gekommen waren,  das begehrte Zertifikat überreicht (siehe Foto). Angela Bengel: „Es war eine spannende und herausfordernde Zeit, die uns gezwungen hat, ideenreich an die Zertifizierung heranzugehen. Ich glaube das ist uns gelungen und dafür möchte ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein herzliches Dankeschön sagen.“

 

Die Planung für den neuen Kurs hat bereits begonnen. Losgehen soll es Ende 2021.

„Verschuldung ist immer auch eine menschliche Katastrophe“ – Bei den AWO Berater*innen zählt „der Mensch hinter den Schulden“

Landkreis – Die Schuldner- und Insolvenzberatung des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. hat im rechten Moment ihre Beratungsarbeit gestartet. Denn seit Beginn der Corona- Pandemie hat sich die Nachfrage nach Schuldnerberatung immens erhöht. Anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung 2021 vom 7. bis 11. Juni 2021 appellieren die Berater*innen an die Betroffenen im Landkreis München, sich schnell kompetente Hilfe zu holen. In zwei Videoclips zeigen sie, wie schnell die Schuldenfalle zuschnappen kann.

 

„Soziale Schuldnerberatung, wie die AWO sie im Landkreis seit Jahresbeginn anbietet, hat den gesamten Menschen und sein Umfeld im Blick. Das macht den Erfolg dieses Ansatzes aus“, sagt Fachbereichsleiterin Stefanie Sonntag. Verschuldung sei immer auch eine menschliche Katastrophe. Sonntag: „Wir versuchen die finanziellen Probleme zu lösen, vergessen dabei aber nicht den Menschen, der hinter den Schulden steht, wie das Motto der Aktionswoche Schuldnerberatung es formuliert.“

 

Nach Schätzungen sind in Deutschland – auch in Folge der Corona-Pandemie – zwei Millionen Soloselbstständige und Freiberufler von Überschuldung bedroht. „Viele Existenzen sind finanziell prekär aufgestellt. Wir sprechen da mittlerweile nicht mehr nur über Empfänger von Grundsicherung und im Niedriglohnsektor Beschäftigte. Jetzt drohen auch Menschen in Verschuldung zu geraten, die es vorher niemals für möglich gehalten hätten“, sagt Schuldnerberaterin und Koordinatorin Katja Dörig. Das zeige, wie wichtig die Arbeit der gemeinnützigen Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen sei. „Die Kommunen sind auf dem richtigen Weg, gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen zu finanzieren.“ Das sei der für alle Beteiligten bessere Weg. „Jeder Verschuldete, dem frühzeitig geholfen wird, spart letztendlich den Kommunen Geld, zum Beispiel bei der Sozialhilfe“, sagt Katja Dörig.

 

Dörig begrüßt ausdrücklich die jüngste Reform des Insolvenzrechtes, nach der es möglich ist, nach drei Jahren eine Schuldenbefreiung zu erhalten. Doch nun seien weitere Reformen notwendig: „Die Speicherfristen von Schuldendaten bei Auskunfteien müssen deutlich kürzer werden. Dass bei der Schufa Schuldendaten weitere drei Jahre nach Ende des dreijährigen Insolvenzverfahrens gespeichert bleiben, erschwert ehemals Verschuldeten den Neustart, zum Beispiel die Wohnungssuche. Wohnen aber ist ein Menschenrecht, das Überschuldeten oder von Armut Bedrohten nicht vorenthalten werden darf.“

 

Anlässlich der Aktionswoche hat das Team der Schuldner- und Insolvenzberatung zwei Videoclips veröffentlicht. Sie zeigen, wie schnell die Schuldenfalle zuschnappt. Sie zeigen aber auch, wie man sich von Schulden befreien kann.

 

Hier der Link zu den Beiträgen: https://www.youtube.com/channel/UCTJ0mYL9QCTcbzrcfzF1anA

 

Die Aktionswoche Schuldnerberatung wird veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV). In ihr haben sich Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege auf Bundesebene, der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung zusammengeschlossen.

Gemeinsam stark – Corona-Nothilfefonds im Landkreis München

Landratsamt und Wohlfahrtsverbände richten Spendenkonto für schnelle und unbürokratische Hilfe in Corona bedingten Notlagen ein

 

Die Corona-Pandemie gefährdet längst nicht mehr nur unsere Gesundheit. Auch zahlreiche Existenzen sind bedroht. Bund und Freistaat haben zwar zur Abhilfe zahlreiche Gesetzesänderungen und Hilfsprogramme auf den Weg gebracht, doch längst nicht alle in Not geratenen Menschen können diese Hilfen in Anspruch nehmen.

 

Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ hat der Landkreis München deshalb zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden und Nachbarschaftshilfen den spendenfinanzierten Corona-Nothilfefonds ins Leben gerufen. Mit den Spendengeldern sind die Träger der freien Wohlfahrt in der Lage, unverschuldet in Not geratenen Landkreisbürgern schnell und unbürokratisch zu helfen.

 

„Ich bin den Wohlfahrtsverbänden und Nachbarschaftshilfen sehr dankbar, dass sie bereit waren, in einer spontanen und Träger übergreifenden Aktion initiativ zu werden und denjenigen in unserem Landkreis unter die Arme zu greifen, die die Pandemie besonders hart trifft, weil sie keine anderweitige Unterstützung erhalten“, lobt Landrat Christoph Göbel die Aktion.

 

Wohlfahrtsverbände prüfen und verteilen Spenden

Menschen mit Wohnsitz im Landkreis München, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, können per E-Mail (coronanothilfe-landkreismuenchen@web.de) oder einer ihnen bekannten Beratungsstelle der Wohlfahrtsverbände Unterstützung durch den Corona Nothilfefonds beantragen. Der zuständige Wohlfahrtsverband nimmt im Anschluss kurzfristig Kontakt zum Antragsteller auf, um jeden Fall individuell zu besprechen.

 

Die Gewährung von Zuschüssen erfolgt ausschließlich durch die beteiligten Wohlfahrtsverbände und Träger, die auch die Bedürftigkeit der potenziellen Spendenempfänger prüfen. Die Spenden sind immer zweckgebunden, zum Beispiel für Reparaturen oder Geräte fürs Homeschooling. Empfänger müssen gegebenenfalls in der Lage sein, dies nachzuweisen.

 

Nicht nur finanzielle Unterstützung notwendig

Landrat Christoph Göbel setzt auch auf die Wirtschaftsstärke im Landkreis. Neben finanzieller Unterstützung, könnten Unternehmen auch als wichtige Multiplikatoren aktiv werden. „Spenden Sie uns einen kleinen Platz auf Ihrer Website. So können Sie auf den Corona-Nothilfefonds aufmerksam machen und zeigen, dass Sie uns unterstützen. Denn für den größtmöglichen Erfolg benötigt der Corona-Nothilfefonds aus die größtmögliche Reichweite“, so der Landrat.

 

Andrea Betz, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände: „In unseren sozialen Einrichtungen begegnen uns täglich sehr viele Menschen, die durch die Coronakrise in soziale und finanzielle Not geraten sind. Mit dem Nothilfefonds, kombiniert mit einem spezifischen Beratungsangebot unserer Fachkräfte, können wir wertvolle Einzelfallhilfe leisten. Wir sind jedem Spender und jeder Spenderin von Herzen dankbar für die solidarische Unterstützung in dieser schwierigen Zeit!“

 

Der Corona-Nothilfefonds des Landkreises München wird zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2021 eingerichtet. Sollte mehr Geld eingehen, als an die durch die Pandemie bedürftig gewordenen Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt werden kann, sollen finanzielle Leistungen auch anderen Bedürftigen im Landkreis zugutekommen, die nicht primär aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. z. B. über die Tafeln und Tische im Landkreis, die Obdachlosenberatungen oder Sozialberatungen.

 

Der Corona-Nothilfefonds ist eine gemeinsame Aktion des Landkreises München, der Caritas Landkreis München, dem Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München-Land e.V., des Paritätischen Bezirksverband Oberbayern, der Diakonie München und Oberbayern, des Bayerischen Roten Kreuzes Kreisverband München, der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und der Arbeitsgemeinschaft der Nachbarschaftshilfen im Landkreis München. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Landkreises München unter www.landkreis-muenchen.de/coronanothilfe.

 

Spendenkonto: Coronanothilfe LK München

Kontoinhaber: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München-Land e.V.

IBAN: DE61 7025 0150 0029 6183 86

Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

LäpCollect, eine Initiative von Bela Bach und der AWO, versorgt Jugendliche mit Laptops

 

Die Homeschooling ohne Laptop? Hausaufgaben erledigen auf dem Smartphone?

 

So hat die Realität für viele Schüler*innen ausgesehen, als sie im März 2020 ins Homeschooling geschickt wurden. Als die Bundestagsabgeordnete Bela Bach in der ersten Corona-Welle den Bedarf an fehlenden Laptops für Schüler*innen erkannte und zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München-Land e.V. zur Spendenaktion LäpCollect aufrief, fehlte es allerorten an Geräten für den Unterricht Zuhause.

 

Seit Beginn von LäpCollect wurden rund 230 Laptops gesammelt und an Schüler weitergereicht, die sich keinen Laptop leisten und deshalb nicht am Homeschooling teilnehmen konnten. „Die Spendenbereitschaft war groß“, sagt Stefanie Sonntag, Fachbereichsleitung der AWO, die die Organisation in die Hand genommen hat. Ein Glücksgriff war die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern von Labdoo, einer internationalen Hilfsorganisation, die sich bereit erklärte, die entsprechenden Programme für den Einsatz in der Schule aufzuspielen.

 

„Zwischenzeitlich gibt es einen Rechtsanspruch auf Kostenübernahme für digitale Endgeräte im SGB II Leistungsbezug, wenn die Schule den Schülern keine zur Verfügung stellen kann“, erklärt Bela Bach. Trotzdem fehle es nach einem Jahr Homeschooling immer noch an Geräten und freue sich LäpCollect über jedes gespendete Gerät.

 

Eine große Spende kam kürzlich von einem weltweit agierenden biopharmazeutische Unternehmen mit Sitz der deutschen Ländergesellschaft in München. Es stellte Anfang März 57 ausgemusterte Geräte zur Verfügung. „Die Laptops standen lange ungenutzt herum“, erklärte eine Unternehmenssprecherin und hofft, dass sie nun einem guten Zweck zugutekommen und Jugendlichen eine bessere Lernsituation ermöglichen.

 

Ein Großteil der Geräte ging postwendend an das Gesellschaftspolitische Projekte e.V., das Wohngruppen für Jugendliche in München aber auch im Landkreis betreut. „Der Bedarf ist enorm“, sagt Geschäftsleiter Stefan Radgen bei der Übergabe in München. Viele Jugendliche könnten sich keinen Laptop leisten, gleichzeitig sei dieser aber Voraussetzung für das schulische Weiterkommen. Die direkte Hilfe ohne eine Flut von Anträgen, die Bela Bach mit ihrer Aktion angestoßen habe, sei mehr als willkommen. „Das ist für unsere Jugendwohneinrichtung ein Glücksfall“, so Radgen.

 

Auch Stefanie Sonntag von der Arbeiterwohlfahrt freut sich, dass die AWO diese Aktion wieder unterstützen konnte. „Die unbürokratische Hilfe, bei der weder Familien noch Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines „Bittstellers“ kommen, sowie die schnelle Verteilung direkt an den Schulen ist das große Plus von LäpCollect. Unserer Meinung nach benötigt heutzutage jeder Haushalt unter anderem für das Homeschooling ein funktionierendes, internetfähiges Gerät. Nur damit ist Chancengleichheit auch bei der Bildung gegeben.“

 

Nach wie vor vermittelt die Abgeordnete zwischen Spendern und Suchenden von Laptops. Interessierte können sich unter dem Stichwort LäpCollect an bela.bach.wk@bundestag.de wenden.

Raus aus den Schulden – Verkürzung der Verfahrensdauer bei Verbraucherinsolvenzverfahren

Die Schuldner- und Insolvenzberatung des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. weist darauf hin, dass sich die Verfahrensdauer bei Verbraucherinsolvenzen verkürzt hat. Seit dem 1. Oktober 2020 beträgt die Verfahrensdauer zur Restschuldbefreiung bei einem Verbraucherinsolvenzverfahren nur noch drei statt bisher sechs Jahre.

 

Die Schuldner- und Insolvenzberatung der AWO hilft Klienten, aus der Schuldenfalle zu kommen.

 

Dafür ist es in einem ersten Schritt notwendig, dass sich der Klient einen Überblick über die Verschuldungssituation verschafft, über die zur Verfügung stehenden Einkünfte sowie die fixen und variablen Ausgaben.

 

Sollte eine Verbraucherinsolvenz der beste Weg aus der Verschuldung sein, bereiten die Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit den Gläubiger*innen vor. Dieser ist zwingend vor einem Antrag auf Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens durchzuführen. Die AWO hat als anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle nach § 305 der Insolvenzordnung die Möglichkeit, diesen durchzuführen.

 

„Sollte dieser Einigungsversuch scheitern, erstellen wir die Antragsunterlagen für ein Verbraucherinsolvenzverfahren und vertreten den Klienten bis zur Eröffnung des Verfahrens“, sagt Schuldnerberaterin und Koordinatorin Katja Dörig. Das Existenzminimum dürfe dem Klienten nicht genommen werden. Dörig: „Wenn man Lohn bezieht, richtet sich das, was zum Leben verbleibt, nach der Pfändungstabelle. Unter Umständen kann dieser Betrag erhöht werden, zum Beispiel dann, wenn hohe Miete zu zahlen ist oder hohe Kosten für die Fahrt zur Arbeit anfallen.“

 

Die AWO Schuldner- und Insolvenzberatung rät:

 

Vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin in unserer Beratungsstelle. Die Beratung durch die AWO Schuldner- und Insolvenzberatung ist kostenfrei.

 

Wer ein Insolvenzverfahren anstrebt, sollte seine Unterlagen über seine Gläubiger und die von diesen geltend gemachten Forderungen ordnen und vervollständigen. Der Klient

 

Sollte sich einen ehrlichen Überblick über Einkünfte und Ausgaben verschaffen und möglichst umgehend mit der Schuldner- und Insolvenzberatung Kontakt aufnehmen.

 

Kontakt zur AWO Schuldner- und Insolvenzberatung  

Balanstraße 55
81541 München

Telefon: 089/672087-176
Fax:  089/672087-178
Mail: sib@awo-kvmucl.de

Mittwoch 16 bis 18 Uhr Telefonsprechstunde

Mehr Informationen auf https://awo-kvmucl.de/  unter SocialService.