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Fußballer des SC Gauting und AWO helfen ukrainischen Flüchtlingen

Landkreis ­– Der Krieg in der Ukraine hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. So haben sich unter anderen die Veranstalter der Lauf-Challenge des Gautinger SC angesichts der dramatischen Situation entschlossen, ihre Spendengelder der AWO Klawotte Gauting für die Ukraine-Hilfe zur Verfügung zu stellen. Bei einem Treffen in der Klawotte informierten Michael Germayer, Vorstand des AWO Kreisverbands München-Land e.V., und Silvia Herzinger, Leitung der Klawotte Gauting, Sebastian Dietzel, Mitorganisator der Lauf-Challenge, über die Verwendung der Gelder.

 

Eine beachtliche Summe geht an den Arbeitskreis Ausländerkinder e.V. in Gauting. Der Verein, der heuer sein 50jähriges Bestehen feiern kann, hat gerade besonders viel zu tun. Wie Leitung Marijana Pinkert mitteilte, ist zu den bisher betreuten Kindern eine große Zahl ukrainischer Kinder hinzugekommen. In enger Absprache mit der Klawotte werden mit den Spendengeldern die Jahresbeiträge für ukrainische Kinder übernommen. „Neben der täglichen Hausaufgabenbetreuung werden die Kinder schulisch gefördert und lernen in kleinsten Gruppen die deutsche Sprache. Zudem knüpfen sie erste Kontakte mit Gleichaltrigen, spielen und basteln“, sagte Pinkert, die selbst im Alter von elf Jahren als Flüchtlingskind währende des Jugoslawien-Kriegs nach Deutschland kam und weiß, wie schwer es für Kinder ist, neue Freunde und eine neue Heimat zu finden.

Für weitere fünf ukrainische Kinder wird der Arbeitskreis dank der Spende Anfang des Schuljahres die fehlenden Schulmaterialien bezahlen bis hin zu Sportsachen. Silvia Herzinger freute sich über diese Kooperation. Darüber hinaus wird auf ihren Vorschlag hin der Kauf von orthopädischen Schuhen für einen Ukrainer unterstützt. Er war in die Klawotte gekommen und hatte um Hilfe gebeten.

 

Von Günter Meier, stellvertretender Vorsitzender des AWO Kreisverbands Starnberg und Ortsvorsitzender in Gauting, kam der Vorschlag, einer Gautinger Familie finanzielle Hilfe zukommen lassen, die eine ukrainische Mutter mit Tochter bei sich aufgenommen hat. „Ihr wollen wir damit die Teilnahme an einem Schwimmkurs finanzieren, die Fahrt ins Schulcamp und den Fahrradkauf.“

 

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Spendenlauf Gutes tun können“, sagte Sebastian Dietzel, der sich als Mitorgaisator über die Verwendung der Gelder informierte. Ein gutes Spendenziel wecke immer den Ehrgeiz der Teilnehmer*innen, stellte er fest. Für die diesjährige vierwöchige Challenge, die die Fußballer auch als konditionelle Vorbereitung auf die kommende Saison sahen, sammelten sie in 260 Läufen 2200 Kilometer. Möglich gemacht worden war die Challenge dank der Unterstützung diverser Sponsoren sowie von Bürgermeisterin und Schirmherrin Brigitte Kössinger. Einige Ukrainer seien bereits im SC sportlich aktiv, erzählte Dietzel.

 

„Sport beseitigt Hürden und verbindet die Menschen, auch dann, wenn die verbale Kommunikation noch schwierig sei“, bestätigte Meier und dankte für das soziale Engagement des Vereins in der Gemeinde. Die Sportler „ermöglichten es den Menschen, mitzuspielen“.

 

„Der Spendenfonds ist noch nicht ausgeschöpft“, sagte Michael Germayer. Es könnten weitere hilfsbedürftige Ukrainer unterstützt werden. Auch der SC Gauting könnte über Spendengelder verfügen, wenn er Kenntnis von einer Notlage habe. Germayer: „Es freut mich sehr, dass durch die Initiative des Gautinger SC und dort insbesondere von Klaus Rusche diese Kooperation zustande kam. Sie hat Menschen, die helfen wollen, zusammengebracht.“ Denn Menschen in ihrer Not zu helfen sei oberstes Anliegen der AWO.

Die AWO rät: Vorsorgen – Schon mit 18, nicht erst mit 80

Landkreis – Beim Stichwort „Patientenverfügung“, „Vorsorgevollmacht“ oder „Betreuungsverfügung“ denkt man sofort an Senior*innen, die Unterstützung brauchen. Wer mitten im Leben steht, der schiebt diese Themen vor sich her nach dem Motto: Das ist wichtig, aber nicht jetzt.

 

„Dabei können solche Entscheidungen von einer Stunde auf die andere brisant werden“, sagt Melanie Müller, Mitarbeiterin des Betreuungsvereins des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. Ein Unfall oder eine plötzlich auftretende Krankheit kündigen sich nicht lange an, sondern können eines Tages bittere Realität sein. Mit der Folge, dass wichtige Angelegenheiten des Lebens über Nacht dauerhaft oder vorübergehend nicht mehr selbst erledigt werden können. Gut für denjenigen, der für diesen Fall rechtzeitig Vorsorge getroffen hat. „Das ist kein großer Aufwand, im Bedarfsfall aber wichtig“, sagt Melanie Müller und empfiehlt die drei wichtigsten Verfügungen:

 

Patientenverfügung – Sie ist Grundlage für die Behandlung, wenn ein*e Patient*in aufgrund seiner/ihrer physischen und psychischen Situation nicht mehr selbst äußern kann, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden sollen. Bei Menschen, die keine Verfügung haben, liegt die Entscheidung über die weitere Behandlung in den Händen der Ärzte. Melanie Müller rät, sich von einem Arzt des Vertrauens über die konkreten Folgen bestimmter medizinischer Maßnahmen oder deren Ausschluss beraten zu lassen.

 

Vorsorgevollmacht – In einer Vorsorgevollmacht wird schriftlich festgehalten, wer Entscheidungen treffen darf, wenn der/die Verfasser*in dazu nicht mehr in der Lage ist. Das können Familienangehörige sein, aber auch Bekannte oder Freunde. Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine oder können mehrere Vertrauenspersonen bevollmächtigt werden. „Insbesondere für die Durchsetzung des in der Patientenverfügung dokumentierten Willens ist es sinnvoll, eine Vorsorgevollmacht zu verfassen“, sagt Melanie Müller.

 

Betreuungsverfügung – Unter einer Betreuung versteht man eine gesetzliche Vertretung von Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten dauerhaft oder vorübergehend nicht mehr selbst in die Hand nehmen können. Die Aufgaben eines/r Betreuers*in umfassen u.a. die Verwaltung des Vermögens, Wohnungsangelegenheiten, Gesundheitsfürsorge oder die Aufenthaltsbestimmung. In der Betreuungsverfügung kann hinterlegt werden, wen sich die Person als Betreuer*in wünscht bzw. wer dies keinesfalls werden soll.

 

„Die Zeit, Vorsorge zu treffen, sollte man sich rechtzeitig nehmen“, appelliert AWO Mitarbeiterin Melanie Müller. „Nicht nur für Senior*innen ist das ein wichtiges Thema, sondern für jeden ab der Volljährigkeit mit dem 18. Lebensjahr. Denn ab diesem Zeitpunkt darf vor dem Gesetz KEINER mehr automatisch für den Menschen entscheiden, nicht Kinder, Eltern, Ehepartner oder Geschwister“.

 

Der Betreuungsverein des AWO Kreisverbandes München-Land e. V. informiert auf Anfrage und unterstützt beim Ausfüllen der Formulare.

 

Die Mitarbeiter*innen unterliegen der Schweigepflicht, die Angebote sind kostenfrei.

Mehr dazu und alle Ansprechpartner auf www.awo-kvmucl.de/sozialservice

Ausstellung Jugend und Migration – AWO Jugendmigrationsdienst (JMD) will für mehr Verständnis werben

Landkreis ­– Unter dem Motto „Verstehen – Begegnen – Zusammenleben“ lenkt die Ausstellung Youniworth den Blick auf das Leben junger Menschen in Deutschland. Ziel ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen.

 

Die interaktive Ausstellung www.youniworth.de ist vom 18. bis 28. Juli 2022 im Berufsinformationszentrum BIZ, Kapuzinerstraße 30, in München zu erleben (Eintritt frei). Offizielle Eröffnung ist am 18. Juli 2022 um 12 Uhr.

 

Auch im Landkreis München bietet der JMD seine Hilfe an. Maximilian Stelzer und Wendelin Wupperman vom AWO Kreisverband München-Land e.V. haben zusammen mit Alexine Zapf vom BRK diese Aufgabe übernommen www.awo-kvmucl.de/migration/jugendmigrationsdienst/ueber-uns/ . Gemeinsam haben sie die Ausstellung nach München geholt, um auf die Probleme junger Migrant*innen aufmerksam zu machen. Krieg, Hunger und Naturkatastrophen zwingen junge Menschen ihre Heimat zu verlassen. Für viele ein tragischer Schritt, denn das Ankommen fällt oft nicht leicht, wie die Mitarbeiter des JMD in ihrer täglichen Arbeit feststellen. Hier soll Aufklärung helfen.

 

Wissenswert: Bundesweit unterstützen rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) geflüchtete junge Menschen zwischen zwölf und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg. So soll die soziale Teilhabe gefördert und ihre Perspektiven verbessert werden.

 

 

Die soziale Schuldnerberatung der AWO – mehr als eine Bereinigung der Schulden

Landkreis – Das Team der AWO Schuldner- und Insolvenzberatung kuriert mehr als nur die Symptome – Seine Werkzeuge sind Zeit und Empathie – Ein Blick in den Arbeitsalltag

 

Mit den Schulden verhält es sich wie mit der Gesundheit: Bei Kopfschmerzen können wir eine Tablette nehmen oder wir versuchen zu klären, warum wir Schmerzen haben. Vielleicht brauchen wir nur mal wieder Ruhe oder einen langen Spaziergang an der frischen Luft. Die Tablette dient der schnellen Beseitigung des Symptoms, aber die Wahrscheinlichkeit, dass bald wieder Kopfschmerzen auftreten, bleibt. Nach den Ursachen sucht auch die soziale Schuldnerberatung: Uns, dem Team der AWO Schuldner- und Insolvenzberatung, geht es bei der Beratung um mehr als nur um die Beseitigung der Symptome.

 

Eine Überschuldungssituation entsteht nicht über Nacht. Sie entwickelt sich schleichend über eine lange Zeit. Betroffene versuchen oft lange, die Situation allein zu meistern und Löcher mit geliehenem Geld zu stopfen. Um Hilfe bitten und sich Rat zu holen, heißt sich einzugestehen, dass man selbst nicht mehr weiter weiß. Und das kostet Überwindung.

 

Manch einer hatte vorher alles gut im Griff, ist verheiratet, hat Kinder, lebt in einer gesicherten Wohnsituation, verfügt über ein gutes Einkommen. Dann die Trennung – sie ist neben Krankheit und Arbeitslosigkeit einer der Hauptgründe, warum Menschen in die Überschuldung geraten. Zusätzlich brachte in den vergangenen beiden Jahren Corona viele Menschen in Kurzarbeit und gingen Nebenjobs in der Gastronomie oder anderen Branchen verloren.

 

Die Gründe für eine Überschuldung sind vielfältig – kein Fall gleicht dem anderen, wissen wir als Team der AWO Schuldner- und Insolvenzberatung aus Erfahrung. Genaues Hinschauen ist gefragt. Die Situation kann auch psychische Ursachen haben. Steckt hinter den hohen Versandhausschulden eine Kaufsucht? Es gibt Fälle, in denen der Lebenspartner zum Beispiel an einer Alkoholsucht leidet und das Geld „vertrinkt“. Die komplexe Lebenssituation, die zu den Schulden führte, kann oft nicht in einem Gesprächstermin erfasst werden. Erst muss sich ein Vertrauensverhältnis zwischen dem in Not Geratenen und uns als Berater*innen entwickeln.

 

Flüchtlingen und Asylsuchenden ist aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse der Umgang mit Behördenschreiben und unserem Finanzsystem zusätzlich erschwert. Häufig nehmen die Menschen bei ihrer Ankunft aus Unwissenheit Kredite auf und schließen überteuerte Verträge ab. Fehlt dann noch die Arbeitserlaubnis, sind die ersten Schritte auf dem Weg in die Verschuldung bereits getan.

 

In einer teuren Region wie dem Landkreis München ist mit Eintritt ins Rentenalter das Einkommen zur Deckung des Lebensunterhaltes oft zu niedrig. Hier können Anträge auf Hilfen gestellt werden. Aus Scham wird jedoch oft zu lange gewartet, sich Hilfe zu holen, und die Rückstände wachsen schnell an. Es fällt auf, dass gerade ältere Menschen einen erhöhten Redebedarf haben und Ansprache suchen. Zeit und Empathie sind hier wichtige Werkzeuge, die die soziale Schuldnerberatung von einer gewerblichen unterscheiden.

 

Als soziale Schuldnerberatung geben wir darüber hinaus auch Tipps, wo man Geld sparen kann. Wir prüfen die Einkommenssituation im Verhältnis zu den Ausgaben, zeigen, wie man ein Haushaltsbuch führt, helfen beim Kündigen von Verträgen und prüfen die Versicherungssituation.

 

Wir – das Team der AWO Schuldner- und Insolvenzberatung des Kreisverbandes München Land e.V. – bieten eine umfassende, kostenfreie Beratung für alle Bürger*innen des Landkreis München. Unsere Berater*innen haben seit Anfang dieses Jahres über 180 Schuldnerberatungs- und mehr als 130 Insolvenzberatungsfälle (Stand 15.06.2022) bearbeitet.

 

Gerne bieten wir Landkreisbürger*innen mit Schulden die Chance, sich frühzeitig Hilfe zu holen. Sie erreichen uns unter Mo – Do von 9 – 17 Uhr und Fr von 9 – 14 Uhr unter Telefon 089 – 67 20 87 176 und per Mail sib@awo-kvmucl.de . Nutzen Sie unsere Telefonsprechstunde am Mittwoch von 16 – 17 Uhr. Im Internet finden Sie uns unter www.awo-kvmucl.de

SoS – Ein Notruf, der bei der AWO nicht ungehört verhallt – AWO SozialService löst Probleme nachhaltig

Landkreis – Menschen unterstützen heißt, ihnen auf die Beine helfen und Hürden beseitigen, anstatt neue aufzubauen. Das hat der AWO Kreisverband München Land e.V. sich zu seiner Aufgabe gemacht. Mit einem engen Netzwerk von Angeboten unterstützt der AWO SozialService, ein Zusammenschluss von Wohnungsnotfallhilfe, Betreuungsverein und Schuldner- und Insolvenzberatung, Bürger*innen im Landkreis nachhaltig bei der Lösung ihrer Probleme. Die Zusammenarbeit motiviert auch die Mitarbeiter*innen, die sich über ein positives Ergebnis ihrer Arbeit freuen, sagen Stefanie Sonntag und Stefan Wallner, die gemeinsam den SoS leiten.

 

Seit über 15 Jahren ist der AWO Kreisverband München-Land e.V. erfolgreich im Einsatz, wenn es darum geht, in den 27 Gemeinden und zwei Städten des Landkreises München den Verlust des Wohnraums zu verhindern oder neuen Wohnraum zu finden. 39 074 Personen wurden seit 2007 beraten. Dass auf die Wohnungsnotfallhilfe Verlass ist, das hat sich herumgesprochen. Die Nachfrage ist enorm:  Im Jahr 2021 haben sich 3 101 Bürger, darunter 448 Kinder, wegen drohender Obdachlosigkeit von der Präventionsstelle FOL beraten lassen, wie der aktuelle Jahresbericht belegt. Und das unter den durch Corona für alle Beteiligten erschwerten Bedingungen.

 

„Wohnungslosigkeit ist das eine“, sagt Stefan Wallner, Leiter des AWO SozialService. In der Regel ist der Verlust der Wohnung Endpunkt einer Entwicklung mit vielen Aspekten.  Die Gründe dafür, dass es so weit gekommen ist, sind weitreichend. Ärger im Beruf bis hin zur Kündigung. Es können gesundheitliche/psychische Probleme sein, die die Arbeitskraft des Betroffenen beeinträchtigen. Es können Schulden sein, die ihn zu erdrücken drohen. Wallner formuliert es aus seiner Erfahrung heraus gerne so: „Meist haben Wohnungslose in ihrem Leben eine ganze Menge Baustellen. Der Wohnungsverlust ist nur eine davon.“

 

Aus dieser Erkenntnis hat der AWO Kreisverband seine Konsequenzen gezogen und sein Angebot ausgeweitet. Er bündelt seit Anfang 2021 die Hilfeleistungen für die Bürger des Landkreises München unter dem organisatorischen Dach des AWO SozialService, SoS. Neben der Wohnungsnotfallhilfe und dem Betreuungsverein gehört dazu auch die Schuldner- und Insolvenzberatung. „Mit der neuen Organisationsstruktur wollen wir die Hilfeleistungen für unsere Klienten noch schneller und effizienter gestalten“, sagt Michael Germayer, Vorstand des AWO Kreisverbandes München-Land.

 

„Immer häufiger ist festzustellen, dass Hilfesuchende auf dem Weg durch den „bürokratischen Dschungel“ die Orientierung verlieren oder aufgeben“, sagt Stefanie Sonntag, Leiterin des AWO SozialService. Nicht so beim AWO Kreisverband München-Land. Wohnungsnotfallhilfe, Schuldner- und Insolvenzberatung und Betreuungsverein agieren unter einem Dach und verkürzen so die Wege zur effektiven Hilfe. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in fast allen Bereichen unterstützen die notwendigen Hilfsmaßnahmen, setzen neue Impulse und komplettieren das Angebot.

 

Damit die Hilfesuchenden eine Lösung für das Problem finden, ist in den meisten Fällen ein engmaschiges Hilfsprogramm erforderlich, das der AWO Kreisverband München-Land e.V. mit dem SoS, dem SozialService, geschaffen hat. Die AWO Mitarbeiter*innen arbeiten eng zusammen und spielen sich auf kurzen Wegen die Bälle zu. So eng, wie die Büros in der Geschäftsstelle in der Balanstraße nach dem Umzug zu Jahresbeginn zusammen liegen, so eng ist auch der Austausch der Abteilungen auf der Suche nach Lösungen. Dabei ist den Mitarbeiter*innen Empathie genauso wichtig wie das professionelle Know-how. Sie profitieren von der engen Kooperation mit ihren Kolleg*innen.

 

„Das spart Zeit und ist eindeutig ein Mehrgewinn für die Bürger im Landkreis München“, sagt Stefanie Sonntag. Dass das Angebot wahrgenommen wird, belegen die Zahlen. Sonntag: „Im Jahr 2021 kamen 26,05 Prozent aller Klienten der Schuldner- und Insolvenzberatung über den AWO SozialService und die Migrations-/Asylberatung der AWO in unsere Beratungsstelle. Diese Zahl belegt den großen Vorteil der Bürgernähe unter einem Dach.“ Insgesamt wurden im vergangenem Jahr 311 Klient*innen persönlich beraten, 298 umfassend telefonisch.

 

Dem AWO Kreisverband München-Land e.V. liegt daran, mit seinen Hilfsmaßnahmen nicht ein Problem singulär zu lösen, sondern die Menschen in den Problemfeldern so gut zu beraten, dass sie anschließend wieder auf eigenen Beinen stehen und soweit gefestigt sind, dass sie das Leben in die eigene Hand nehmen können. Oder braucht der Betroffene vielleicht vorübergehend einen Betreuer? „Der Ratsuchende wird umfassend beraten, ohne immer wieder neue Anlaufstellen aufsuchen zu müssen und Energie zu verlieren, die er nicht hat“, sind sich Sonntag und Wallner einig.

 

Vorstand Michael Germayer plant schon weiter. Er denkt an einen weiteren Ausbau des SozialService in den nächsten Jahren, zum Beispiel in Hinblick auf Suchtberatung oder Bereitstellung von Beschäftigungsverhältnissen für Langzeitarbeitslose. Wichtige Bausteine wie die Klawotten, die Sozialkaufhäuser, gibt es bereits. Enge Kooperation besteht ebenfalls mit der AWO Flüchtlings- und Migrationsberatung.

 

Dem AWO SozialService geht es darum, nicht an Symptomen zu kurieren, sondern Probleme nachhaltig zu lösen. Dafür steht das Team zusammen.

 

Link zum Jahresbericht https://awo-kvmucl.de/sozialservice-uebersicht/schuldner-und-insolvenzberatung/downloads/

AWO hilft den Menschen in der Ukraine – Erste Hilfstransporte sind bereits unterwegs – Spendenaufruf der Klawotten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landkreis – Die russischen Angriffe auf die Ukraine haben im AWO Kreisverband München-Land e.V. eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Bereits gestern ging die erste Hilfslieferung in die Ukraine. Weitere Maßnahmen sollen folgen.

 

Gabriela Goltsios, Leitung der AWO Klawotte in Unterhaching, hat zusammen mit der Klawotte in Gauting und Kinder&Kreativ in Ottobrunn die Initiative ergriffen und im Kreis der Ehrenamtlichen Geld für Hilfsgüter gesammelt. Hinzu kamen warme Kleidungsstücke aus den AWO Klawotten. In kürzester Zeit wurde eine Wagenladung voll Hilfsgüter zusammengestellt, mit flinken Händen eingepackt und auf den Weg nach Rumänien gebracht. Von dort werden die Spenden direkt in das ukrainische Grenzgebiet begleitet.

 

Doch die Hilfe muss weiter gehen. Deshalb haben die AWO Klawotten im Landkreis München die Bürger zu Spenden aufgerufen. Sie nehmen ab sofort haltbare Lebensmittel, frei käufliche Medikamente und Verbandsmaterial, Windeln für Kinder und Erwachsene, Hygieneartikel aller Art wie Zahnpasta und Taschentücher entgegen. Gefragt sind auch warme Decken, Isomatten und Schlafsäcke. Spenden können ab sofort in den AWO Klawotten abgegeben werden, ab kommenden Dienstag auch in der Klawotte Unterschleißheim. Die Adressen stehen im Internet unter www.klawotte.de .

 

„Wir können nicht zusehen, wir müssen diesen Menschen helfen“, sagt Gabriela Goltios. Zusammen mit ihrer Kollegin Spiri Schnabel will sie in der kommenden Woche in das Grenzgebiet fahren und die Verteilung der Hilfslieferung begleiten.

 

Für Geldspenden hat der AWO Kreisverband München-Land e.V. ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg eingerichtet, IBAN: DE63 7025 0150 0028 5054 69, Stichwort: Nothilfe in der Ukraine.

 Hier die Adressen der AWO Klawotten im Landkreis München und in Gauting: Leitung Silvia Herzinger, Pippinplatz 9, 82131 Gauting

Leitung Gabi Schmid-Scherr, Landshuter Straße 35, 85716 Unterschleißheim

Leitung Gabriela Goltios, Hauptstraße 33a, 82008 Unterhaching

Leitung Spiri Schnabel, Putzbrunner Straße 52 UG, 85521 Ottobrunn

Leitung Christina Einhellig, Einsteinstraße 1, 82152 Martinsried

Leitung Ulrike Konrads, Alte Landstraße 5, 85521 Ottobrunn

Gestalten Sie Ihr Leben nach Ihrem Plan – Online-Vorträge zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung

Landkreis München – Der Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land e.V. informiert online über Vorsorgevollmacht sowie Patienten- und Betreuungsverfügung.

Gerade jetzt kann es wichtig sein, sein Leben nach dem eigenen Plan zu gestalten. Die Online-Vorträge liefern dazu wichtige Informationen. Im Angebot sind aktuell die beiden unten genannten Termine. Sie steht allen Interessierten offen; die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns über Spenden auf www.awo-kvmucl.de .

 

 

 

Hier die neuen Termine zu den Veranstaltungen. Die Links dazu sind auf der AWO Homepage www.awo-kvmucl.de unter dem Stichwort Aktuelles veröffentlicht:  07. März 2022, 16 bis 17 Uhr – Allgemeine Informationen zur Erstellung von Vorsorgevollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügung

16. März 2022, 18 bis 19 Uhr – Allgemeine Informationen zur Erstellung von Vorsorgevollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügung

 

Hier der Link: https://meet.jit.si/AWOKVMUCL_Vollmachten_allgemein 

Um den Online- Vorträgen zu folgen, bietet sich als Browser Google Chrome an.

 

Die notwendigen Informationen sowie Formulare sind nach der Veranstaltung unter www.awo-kvmucl.de/sozialservice-uebersicht/betreuungsverein/download zu finden.

 

Weitere Informationen:

Stefanie Sonntag/Fachbereichsleitung SozialService

AWO Kreisverband München-Land e.V. Balanstraße 55

81541 München, Tel. 089 / 67 20 87 197, betreuungsverein@awo-kvmucl.de

 

Barbara Ettl / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

AWO Kreisverband München-Land e.V. Balanstraße 55

81541 München, Tel. 089 / 67 20 87 27, presse@awo-kvmucl.de

 

 

 

 

 

Grüne übergeben der AWO Spende für den Corona-Nothilfefonds im

Die Fraktionsmitglieder von Bündnis 90/DieGrünen im Unterhachinger Rathaus haben ihre Sitzungsgelder aus dem Dezember gespendet. Die aufgerundete Summe von 600 Euro fließt in den Corona-Nothilfefonds des Landkreises. Die Grünen plädieren dafür, den Nothilfe-Fonds weiterzuführen, denn auch im reichen Landkreis München sei die Not groß.

 

Landkreis – Die Corona-Pandemie ist seit März 2020 das beherrschende Thema. Sie gefährdet längst nicht mehr nur die Gesundheit, sondern bedroht Existenzen. „Die Pandemie hat viele Menschen in eine schwierige finanzielle Notlage gebracht“, sagt Evi Karbaumer, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Unterhaching. Deshalb war sich die Fraktion schnell einig, dass die Sitzungsgelder für Dezember in Höhe von 600 Euro in den Corona-Spenden-Fonds des Landkreises fließen soll. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin, der Landtagsabgeordneten Claudia Köhler, übergab Karbaumer den Scheck an AWO Vorstand Michael Germayer. Die AWO als eingetragener Verein hat bei der Gründung des Fonds im Herbst 2021 die Verwaltung des Spendenkontos übernommen und leitet für den Landkreis das Geld an die beteiligten Wohlfahrtsverbände weiter. Bisher sind rund 44 000 Euro an Spendengeldern eingegangen, 10 000 Euro sind derzeit noch im Topf, sagt Germayer.

 

Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ hatte der Landkreis München zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden und Nachbarschaftshilfen einen spendenfinanzierten Corona-Nothilfefonds ins Leben gerufen. Bündnis 90/Die Grünen hatten dazu den Anstoß gegeben. „Wir wollen die Spendenübergabe nutzen, um für diesen Fonds im Landkreis zu werben“, sagte die Landtagsabgeordnete Claudia Köhler. Denn die Pandemie und die Notlagen, die sie ausgelöst habe, seien noch nicht vorbei, sondern hoch aktuell.

 

Die Bündnis 90/Grünen sind deshalb entschlossen, den Nothilfe-Fonds, der ursprünglich im Frühsommer hätte auslaufen sollen, weiterzuführen. Die Abgeordnete Claudia Köhler könnte sich vorstellen, mit einem Benefizkonzert oder ähnlichen Aktionen die Kasse wieder zu füllen. Denn auch im reichen Landkreis herrsche Not, die mit Geldern aus dem Fonds aufgefangen werden könne, sagt Karbaumer.

 

Das bestätigte AWO Vorstand Germayer, der sich für das Engagement der Grünen in vielen sozialen Themen im Landkreis bedankte, ganz besonders für die Unterstützung beim Corona-Nothilfefonds. Dieser ermögliche es den Wohlfahrtsverbänden, in diesen schwierigen Zeiten Landkreis-Bürgern unkompliziert zu helfen. „Schon vielen Klienten der AWO und Caritas half der Spendenfonds aus einer bitteren Lage“, erklärte Germayer. Etwa Kindern, die durch das Homeschooling den Anschluss verloren haben und Nachhilfe brauchen. Oder Menschen, die kurz davorstanden, aufgrund von Mietschulden ihre Wohnung zu verlieren. Mit einer finanziellen Überbrückung konnte das verhindert werden.

 

Hintergrundinformation:

Menschen mit Wohnsitz im Landkreis München, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, können per E-Mail an coronanothilfe-landkreismuenchen@web.de oder einen der Wohlfahrtsverbände Unterstützung beantragen. Der zuständige Wohlfahrtsverband nimmt im Anschluss kurzfristig Kontakt zum Antragsteller auf.

Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Landkreises München unter www.landkreis-muenchen.de/coronanothilfe.

 

Spendenkonto:

Coronanothilfe LK München

Kontoinhaber: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband

München-Land e.V.

IBAN: DE61 7025 0150 0029 6183 86, Kreissparkasse München

Starnberg Ebersberg

 

 

 

Gemeinde und AWO sorgen für strahlende Gesichter – Weihnachtsgeschenke für obdachlose Kinder im Würmtal

Nicht alle Eltern haben das Geld, ihre Kinder an Weihnachten zu beschenken. Damit die acht obdachlos untergebrachten Kinder in Planegg nicht leer ausgehen, sorgte die Gemeinde zusammen mit der AWO Wohnungsnotfallhilfe für eine Überraschung: Gemeinsam erfüllen sie die Weihnachtswünsche der Kinder!

 

Obdachlosigkeit ist für Kinder belastend, besonders in Corona-Zeiten. In den Zimmern fehlt ihnen der Rückzugsraum. Gang, Küche und Flur teilen sie sich mit fremden Menschen. Homeschooling ist nur mit Hindernissen möglich, weil oftmals kein Internetanschluss und keine Endgeräte zur Verfügung stehen. „Diese Kinder haben durch Corona noch mehr den Anschluss verloren“, sagt Tanja Fees von der AWO Wohnungsnotfallhilfe. „Wenn Quarantäne dazu kommt, sind sie eingesperrt im Zimmer, oft ohne Beschäftigungsmöglichkeit.“ Doch die Kinder der untergebrachten Familien im Würmtal hätten sich in den fast zwei Jahren Pandemie mit der Situation arrangiert, obwohl es sie härter getroffen habe als „normale“ Kinder in einer „normalen“ Wohnung.

 

Hinzu kommt, dass die meisten Eltern während Corona ihre Arbeit verloren haben und finanziell mittlerweile schlecht aufgestellt sind. Viele sind auf Sozialleistungen angewiesen. Deshalb sieht es an Weihnachten mit der Erfüllung auch von kleinen Wünschen schlecht aus.

 

Tanja Fees von der AWO und Marion Wedershoven von der Gemeinde Planegg stehen in regelmäßigem Austausch und besprechen, was aus pädagogischer und aus Verwaltungssicht für die obdachlos untergebrachten Menschen sinnvoll und gerade für die Kinder gut und wichtig ist. Speziell in Zeiten von Corona. So kamen sie auf die Idee, die Kinder aufzufordern, einen Wunschzettel an das Christkind oder den Weihnachtsmann zu schreiben. Auf Anfrage von Marion Wedershoven stellte die Kämmerei der Gemeinde für jedes Kind 50 Euro aus dem Sozialfond zur Verfügung, um den Herzenswunsch zu erfüllen.

 

Tanja Fees und Marion Wedershoven haben die Geschenke für die acht Kinder in Planegg liebevoll verpackt, darunter ein ferngesteuertes Auto, eine Puppe, Spielzeug, Kopfhörer und Fußballschuhe. Darüber hinaus hatten natürlich auch die fünf anderen Kinder im Würmtal Wünsche wie Lego-Technik, Bücher, Malsachen, ein Skateboard und Puppenzubehör. Diese Wünsche erfüllte die AWO Kreisverband München-Land e.V. mit Geld aus unterschiedlichen Fonds und Spendentöpfen.

 

Einzigartig ist in diesem Jahr die Initiative einer Eltern-Gruppe. Sie hat tatkräftig unterstützt von Freunden und Bekannt für jedes obdachlose Kind im Würmtal eine Schachtel gepackt, voll mit Mal- und Spielsachen, mit Puzzeln, Büchern und kleinen Überraschungen.

 

„In diesem Jahr geht kein einziges obdachloses Kind im Würmtal an Weihnachten leer aus“, freut sich Tanja Fees. Es bekomme seinen Herzenswunsch erfüllt und darüber hinaus noch die eine oder andere Überraschung. „Mit strahlenden Augen haben die Kinder mir ihre selbstgebastelten Wunschzettel ans Christkind bzw. den Weihnachtsmann in die Hand gedrückt. Wie werden die Augen erst leuchten, wenn die Kinder die Geschenke in Händen halten und auspacken dürfen“, freut sich Tanja Fees. Jedes Kind im Würmtal hat zudem im Vorfeld einen Adventskalender von der AWO bekommen, damit es genau weiß, wann es seine Weihnachtsgeschenke bekommt, nämlich genau dann, wenn das letzte Türchen geöffnet werden darf.

Carl-Steinmeier-Mittelschule – eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Die Carl-Steinmeier-Mittelschule in Hohenbrunn darf den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ führen. Dafür hat sich seit Anfang des Schuljahres 2020/2021 eine Gruppe von Schüler*innen eingesetzt. Bei einer Befragung hatten sich 95 Prozent der Schulfamilie für eine Teilnahme an der bundesweiten Aktion ausgesprochen.

 

Mit einer Selbstverpflichtung wollen alle Schulmitglieder – von den Lehrern über die Schüler*innen bis hin zum Hausmeister – dafür sorgen, dass alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, in dieser Schule keine Chance haben. Unterstützt wurden sie dabei von den Lehrkräften Carina Sole und Patricia Eder sowie Eva Blaha und Vinzenz Hörl von der AWO Jugendsozialarbeit.

 

Vor einem Jahr starteten sie das Vorhaben mit einer Plakat-Aktion, die alle an der Schule für diese wichtige Thematik sensibilisieren sollte. Am 1. Dezember fand nun in einer „Hybrid-Veranstaltung“ die offizielle Übergabe des Titels statt. Rektorin Christina Schmidt hatte das Vorhaben von Anfang an unterstützt und bedankte sich „bei ganz, ganz vielen“, die zur Erlangung beitrugen. Schule sei ein Ort, an dem Vielfalt, Farbenfreude und Multikulti zu Hause sein sollten. Schule ohne Rassismus sei kein Titel, keine Auszeichnung, sondern eine Verpflichtung, betonte Schmidt und fügte hinzu: „Wir wollen in und außerhalb der Schule eine bunte Welt bleiben. Wir wollen eine Schule sein, in der jeder gern zur Schule geht. Das war immer mein Ziel.“

 

Bürgermeister Dr. Stefan Straßmair, der sich dem Event zugeschaltet hatte, lobte, dass der Titel an der Carl-Steinmeier-Schule offenbar mit Leben erfüllt werde. „Wir Menschen leben auf einem Planeten, sitzen alle in einem Boot und sollten einander nicht ausgrenzen, sondern respektieren“, sagte er und freute sich, dass die Schüler der Carl-Steinmeier-Mittelschule nach diesem Prinzip leben und handeln.

 

Die Patenschaft für die Aktion hatte Kamil Müller von der Band Django 3000 übernommen. Das sei ihm eine Ehre, sagte er. Müller wünscht sich, dass „jede Schule an diesem Projekt teilnehmen sollte“. Zentrales Ziel sollte es sein, Menschen, die anders sind, nicht einfach auszuschließen. Das findet auch Mohammed, ein Schüler, der aus Syrien flüchtete. „Wenn jeder den anderen respektvoll behandelt, kann sich etwas ändern“, sagte er. Die Schülersprecherinnen Konstantina und Anna wollen selbst mit gutem Beispiel vorangehen und Bewusstsein schaffen. Denn: „Wie langweilig wäre Schule ohne Vielfalt?“

 

Im Vorfeld der Titelvergabe fanden Projekttage mit Gruppenangeboten unter dem Motto „Vielfalt ist eine Chance“ statt. Organisiert wurden sie von Barbara Schmidt und Florian Berwig, die neuen Respekt Coaches beim AWO Kreisverband München-Land e.V. Sie leisten präventive Arbeit in Form von Gruppenveranstaltungen gegen Extremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

 

In den vier Workshops an der Carl-Steinmeier-Mittelschule – Rap, Tanz, Kochbuch und Siebdruck – konnten Schüler*innen mit den Mitteln der Kunst die menschliche und kulturelle Vielfalt ihrer Mitschüler*innen erleben. Die Jugendlichen lernten aktiv zuzuhören und anschließend gemeinsam über die individuellen Erfahrungen ihrer Mitschüler*innen zu sprechen. Diese Workshops haben die interkulturelle und soziale Kompetenz gestärkt und die Möglichkeit geboten, Geschlechter- und Rollenbilder zu hinterfragen.

 

Ron Otto, Regionalkoordinatorin des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, überreichte den Schüler*innen symbolisch das Schild, das die Carl-Steinmeier-Mittelschule nun tragen darf. Sie begrüßte die CSS offiziell im Netzwerk der Schulen gegen Rassismus.

 

Mit dem Titel an der Hauswand wollen die Schüler*innen sich weiterhin couragiert gegen Rassismus aller Art stark machen.