Gemeinsam mehr bewegen: Neues Fördernetzwerk bringt soziale Träger und Unterstützer im Landkreis München zusammen
Wie können wichtige soziale Angebote erhalten und neue Projekte verwirklicht werden, wenn öffentliche Gelder knapper werden und diese nicht zu den Pflichtleistungen des Landkreises gehören? Eine Antwort darauf soll das neue „Fördernetzwerk soziale Leistungen im Landkreis München“ geben. Es bringt Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Förderorganisationen und Unternehmen zusammen, um gemeinsam soziale Verantwortung zu übernehmen.
Denn auch in einer wirtschaftlich starken Region wie dem Landkreis München sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen. Fast jeder sechste Mensch ist hier armutsgefährdet. Gleichzeitig steigen die Sozialausgaben, während die finanziellen Spielräume der Kommunen kleiner werden. Umso wichtiger sind neue Partnerschaften, die soziale Angebote stärken.

Diana Klöpper (AWO Kreisverband), Nicola Gerhardt (stellvertretende Landrätin), Dr. Bettina Wurster (Landratsamt) Foto © Tim Sickinger
Ins Leben gerufen wurde das Fördernetzwerk unter dem Motto „Gemeinsam in der Verantwortung – mit Kooperation durch die Krisen“ vom Landratsamt München und den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege. Zum Auftakt im Oktober kamen fast 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Landratsamt, darunter Vertreter von 22 Stiftungen und sozialen Förderorganisationen sowie mehrere Unternehmen.
Acht soziale Träger stellten insgesamt 13 Projekte vor, für die sie Unterstützung suchen. Darunter waren die qualifizierte Schulbegleitung und eine Auftaktveranstaltung zur Schul- und Individualbegleitung des AWO Kreisverbands. Auch die Mobile Werkstatt der Caritas, das Projekt „Wohnen für Hilfe“ und ein Dialog-Café der Nachbarschaftshilfe Sauerlach gehörten dazu. Die Hospizarbeit war mit Notfalldosen und Gesprächsbegleitung zur gesundheitlichen Vorausplanung vertreten. Die Projekte waren zuvor von einer Jury aus fünf Kreisrätinnen ausgewählt worden.
Auch die Förderorganisationen stellten ihre Möglichkeiten vor. Beim anschließenden Austausch kamen beide Seiten ins Gespräch – erste mögliche Kooperationen wurden bereits angebahnt.
Die stellvertretende Landrätin Nicola Gerhardt eröffnete die Veranstaltung und unterstrich, wie wichtig neue Formen der Zusammenarbeit angesichts knapper kommunaler Kassen sind. Die große Beteiligung zeige, dass viele Menschen und Organisationen bereit seien, gemeinsam Verantwortung für ein starkes soziales Netz zu übernehmen.
Für den AWO Kreisverband München-Land war der Auftakt ein besonderer Anlass: Unsere Vorständin Diana Klöpper gehörte zu den Hauptorganisatorinnen. Die AWO führt derzeit die Federführung der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege im Landkreis München, die das Netzwerk gemeinsam mit dem Landratsamt auf den Weg gebracht hat.
Nach dem gelungenen Start soll das Fördernetzwerk weiter wachsen und den Austausch zwischen sozialen Trägern und möglichen Unterstützern dauerhaft fördern. Denn wenn Menschen und Organisationen ihre Kräfte bündeln, entstehen neue Chancen für diejenigen, die Hilfe brauchen.
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