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Kinder & Jugend

Schlagwort: #WOHNUNGSNOTFALLHILFE

SozialService

AWO SozialService für den Landkreis München serviert aktuelle Infos zur Suppe

  • Suppenküche am Freitag, 8. Oktober 2021, in einer Jurte im Innenhof der AWO Geschäftsstelle in der Balanstraße 55 in München
  • Aktuelle Informationen der AWO Wohnungsnotfallhilfe im Landkreis München
  • Ins Gespräch kommen mit den Mitarbeiter*innen der AWO Schuldner- und Insolvenzberatung, des Betreuungsvereins, der Migrationsberatung und mit den Klawotten für den Landkreis München
  • Zu Gast ist die Straßenambulanz aus Ingolstadt

Zu einem traditionellen Treffen im Frühherbst entwickelt sich die Suppenküche der AWO Wohnungsnotfallhilfe für den Landkreis München. Mit dabei sind in diesem Jahr zum ersten Mal die Schuldner- und Insolvenzberatung, die im Januar dieses Jahres an den Start ging, sowie der Betreuungsverein. Unter dem gemeinsamen Dach des AWO SozialService beraten Wohnungsnotfallhilfe, Schuldner- und Insolvenzberatung und Betreuungsverein gemeinsam kostenlos Bürger*innen des Landkreises, die in einer sozialen Notlage stecken.

Beim Treffpunkt „Suppenküche“ gibt es am Freitag, 8. Oktober 2021, ab 12 Uhr im Innenhof der AWO Geschäftsstelle in der Balanstraße 55 warme Suppe für alle Gäste. Die Pfadfinder aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Royal Rangers Stamm 58, stellen hierzu wieder ihre Jurte auf.

Im Mittelpunkt der „Suppenküche“ steht das Gespräch über die sozialen Notlagen im Landkreis und die Hilfsangebote, die der AWO SozialService gebündelt zur Verfügung stellt. Dabei geht es um die Wohnungsnot mit allen ihren politischen und gesellschaftlichen Facetten, aber auch um die Verschuldung vieler Menschen, die in der Corona-Pandemie enorm zugenommen hat.

Mit dabei sind neben Max Wagmann, dem Präsidiums-Vorsitzenden des AWO Kreisverbandes München-Land, auch AWO Landesvorsitzende Nicole Schley und Vorstand Michael Germayer. Den Fachbereich SozialService vertreten Stefanie Sonntag und Stefan Wallner. Eingeladen sind aber auch die „Praktiker*innen“, die ihren Teil zum Gelingen der Arbeit beitragen wie Vertreter des Landratsamts, des Jobcenters und vieler anderer Ämter und Gemeinden im Landkreis.

Neben den Ständen der AWO Fachbereiche wie der Migrationsberatung, des Jugendmigrationsdienstes und der Klawotte Kinder&Kreativ in Ottobrunn gibt es einen Gast aus Ingolstadt. Es ist die Straßenambulanz St. Franziskus in Ingolstadt mit Martin Berni. Mit ihr kooperiert die Wohnungsnotfallhilfe seit längerer Zeit.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt!

1.10.2021

„Wir brauchen kostenlose FFP2-Masken für sozial Bedürftige!“

Thomas Beyer, Landesvorsitzender der AWO in Bayern, fordert die Staatsregierung auf, die von ihr angeordneten FFP2-Masken kostenfrei an die Bevölkerung abzugeben.

Der AWO Kreisverband München-Land e.V. schließt sich der Forderung vor allem in Hinblick auf sozial Bedürftige an.

Stefan Wallner, Leiter der Wohnungsnotfallhilfe des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. stimmt dieser Forderung für das von ihm betreute Klientel zu:

„Der Freistaat Bayern überfordert mit dieser Anordnung die Menschen, die von Grundsicherung leben oder nur ein geringes Einkommen oder eine geringe Rente haben. Wer in seiner Wohnung allein lebt oder mit seinen Kindern in einer Obdachlosenunterkunft untergebracht ist, hat nicht das Geld, sich FFP2-Masken zu kaufen. Für diese Menschen sind drei Euro eine Menge Geld, das sie einfach nicht übrighaben. Eine Bestellung im Internet kommt für die meisten nicht in Frage – und billiger ist das in der Regel auch nicht.

Für diese Menschen heißt das im Klartext: Ab Montag sind sie aus den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesperrt und sie können ab sofort nicht mehr zum Einkaufen gehen. Eine derartige Ausgrenzung kann der Staat für ein Klientel, dass ohnehin um das tägliche Auskommen kämpft, nicht wollen. Die Maßnahmen zu Corona sollen den Menschen schützen. Die Kehrseite von all dem, wird deutliche Spuren in unserer Gesellschaft auf lange Zeit hinterlassen. Immer mehr Menschen leben zusehends isolierter.“

 

Michael Germayer, Vorstand AWO Kreisverband München-Land e.V.:

„Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Dabei dürfen bei den Maßnahmen die finanziell Benachteiligten wie Obdachlose und Familien nicht vergessen werden. Auf diese Weise werden Menschen, die ohnehin in einer schwierigen Situation leben, weiter vom gesellschaftlichen Leben abgekoppelt. Der AWO Kreisverband München-Land e.V. setzt sich dafür ein, diesen Personen möglichst schnell Masken kostenlos zur Verfügung zu stellen.“

13.01.2021