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Kinder & Jugend

Aktionswoche MBE – Finanzierung jetzt sichern!

  • Im Landkreis München tragen drei Mitarbeiterinnen des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. auf zwei Vollzeitstellen – nach Rückzug aller anderen Träger – die gesamte Verantwortung für die Migrationsberatung erwachsener Zuwanderer (MBE). Die MBE ist ein zentraler Hebel für Integration:

    🌍 gesellschaftliche & berufliche Teilhabe
    💼 Zugang zum Arbeitsmarkt
    🤝 Unterstützung bei allen Fragen rund ums Ankommen in Deutschland
    👉 Doch: Für 2026 sind Kürzungen auf 77 Mio. € geplant. Damit droht ein Abbau von Beratungsstellen und Kapazitäten.

    Unsere Forderung:
    🔹 Mindestens 81,5 Mio. € – wie 2023
    🔹 Erhalt der flächendeckenden Beratungslandschaft
    🔹 Gesicherte Finanzierung im Bundeshaushalt
    🔹 Faire Refinanzierung der Personalkosten

    🙏 Nur so können wir Ratsuchenden weiter die Unterstützung geben, die sie dringend brauchen!

    #MBE #AktionswocheMBE #Integration #FinanzierungJetzt #AWO #Teilhabe

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Fünf Jahre Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land: Feier mit Gästen aus Politik, Justiz und Verwaltung

Seit fünf Jahren unterstützt der Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund von Krankheit, Unfall oder Behinderung nicht mehr selbst regeln können. Zum Jubiläum feierte der Verein am 18. September mit zahlreichen Gästen und Wegbegleitern – und erhielt viel Lob für seine unverzichtbare Arbeit im Landkreis.

Foto (v.l.): Diana Klöpper und Michael Germayer (Vorstand AWO Kreisverband München-Land), Anna Huber (Präsidium Kreisverband), Landrat Christoph Göbel, Helmut Wantosch (Landratsamt Betreuungsstelle), Stefanie Sonntag (Fachbereichsleitung AWO SozialService), Konrad Veitenhansl (Leitung Betreuungsgericht)

Landrat Christoph Göbel unterstrich in seiner Ansprache die große Bedeutung des Vereins: „Es ist ein Segen, dass wir auf die Arbeit des Betreuungsvereins zählen können. Wenn es ihn nicht gäbe, müssten wir die Aufgaben selbst schultern.“ Auch die AWO-Verantwortlichen stellten die besondere Rolle der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen heraus. Anna Huber (Präsidiumsmitglied) dankte im Namen des Präsidiums allen, die den Verein seit seiner Gründung mittragen. Vorstand Michael Germayer hob hervor, dass hinter jeder Betreuung ein individuelles Schicksal stehe – und dass trotz gedeckelter Finanzierung mit Kreativität und Unterstützung durch das Landratsamt viel erreicht werde.

„Safari“ der Betreuung
Stefanie Sonntag, Fachbereichsleitung SozialService, nahm das Jubiläumsmotto „The Big Five“ auf und führte mit einem Augenzwinkern durch die „Safari“ der Betreuung: Vereinsbetreuer als Löwen mit Stärke und Herz, die Betreuten und Ehrenamtlichen als bunte Leoparden, die im Mittelpunkt der Arbeit des Betreuungsvereins stehen, das Betreuungsgericht als schützendes Nashorn, das Landratsamt mit der Standhaftigkeit und dem sozialen Sinn eines Elefanten und die Kooperationspartner als ausdauernde Büffel mit Willensstärke. „Ohne diese Vielfalt und ohne dieses starke Miteinander wäre unsere tägliche Arbeit nicht möglich“, betonte Sonntag.

Von Seiten des Landratsamts erinnerte Helmut Wantosch, Leiter der Betreuungsstelle, daran, dass die Gründung des Vereins 2019 kurz vor Corona stattfand: „Umso erfreulicher ist es, heute auf einen so erfolgreichen Verein zurückzublicken.“ Auch Konrad Veitenhansl vom Betreuungsgericht München lobte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein Grußwort schickte zudem Claudia Köhler, MdL, die die Arbeit des Vereins als unverzichtbar würdigte: „Sie sind da, wenn Not am Mann oder an der Frau ist.“

Bilanz spricht für sich
Die Bilanz aus fünf Jahren Betreuungsverein spricht für sich: Insgesamt wurden 882 Menschen beraten, die Interessen von 103 Betreuten vertreten und 122 kostenfreie Veranstaltungen rund um rechtliche Betreuung, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen angeboten. Über 1.500 Teilnehmer*innen nutzten bislang die Informations- und Qualifizierungsangebote.

22.09.2025

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Judith Horsch-Plein
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720948
presse@awo-kvmucl.de

Nora Otto
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720918
presse@awo-kvmucl.de

AWO Kreisverband München-Land e.V
Balanstraße 55 | 81541 München 

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Fünf AWO-Veranstaltungen im Rahmen der Zukunftswochen 2025 des Landratsamtes München

Im Rahmen der Zukunftswochen 2025 des Landratsamtes München beteiligt sich der SozialService des AWO Kreisverbands München-Land e.V. mit fünf eigenen Veranstaltungen.

Ziel der Aktionswochen ist es, zentrale Zukunftsthemen im Landkreis München sichtbar zu machen, den Austausch anzuregen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Der SozialService lädt Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte und Interessierte herzlich zu einer vielfältigen Veranstaltungsreihe ein. Unsere Angebote greifen aktuelle Themen rund um Gesundheit, gesellschaftliches Engagement, finanzielle Sicherheit und nachhaltigen Alltag auf. Sie bieten Raum für Information, Austausch und praktische Anregungen – ob für Senior*innen, Familien, Jugendliche oder Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Entdecken Sie unsere kommenden Termine und finden Sie das passende Angebot.

24.09.2025

Unsere Termine im Überblick

1. Demenz – Wenn Essen und Trinken schwierig wird
Donnerstag, 25. September 2025 | 14 bis 15 Uhr
Ort: AWO Begegnungszentrum für Senioren Unterschleißheim
Pegasusstraße 18 | 85716 Unterschleißheim

Bei einer Demenzerkrankung treten oft Probleme wie verändertes Ess- und Trinkverhalten, Flüssigkeitsmangel oder Mangelernährung auf. Der Vortrag von Diplom-Oecotrophologin Anne Kösler gibt Angehörigen und Pflegenden hilfreiche Strategien, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Anmeldung erforderlich: begegnungszentrum.unterschleissheim@awo-kvmucl.de

2. Finanzielle Sicherheit im Alter: Tipps & Unterstützung
Donnerstag, 09. Oktober 2025 | 14 bis 16.30 Uhr
Ort: AWO Begegnungszentrum für Senioren Unterschleißheim
Pegasusstraße 18 | 85716 Unterschleißheim

Der Vortrag „Finanzielle Sicherheit im Alter“ zeigt Seniorinnen, wie sie ihre Finanzen im Ruhestand gut im Blick behalten und langfristig absichern können. Die Expertinnen der AWO geben praktische Tipps zu Budgetplanung, Sparstrategien und staatlichen Unterstützungsleistungen. Auch der Umgang mit Schulden im Alter wird verständlich erklärt, um ein selbstbestimmtes Leben zu fördern.

Anmeldung erforderlich: 089-3107461
begegnungszentrum.unterschleissheim@awo-kvmucl.de

3. Ehrenamt mal anders: Informationen zur Aufgabe eines rechtliche Betreuers
Donnerstag, 09. Oktober 2025 | 17 bis 18.30 Uhr
Ort: Sozialnetz Würmtal-Insel
Pasinger Straße 13 | 82152 Planegg

Wir suchen engagierte Menschen im Landkreis München, die ihre Lebens- und Berufserfahrung in einer verantwortungsvollen ehrenamtlichen Betreuung einbringen möchten. Interessierte erhalten von uns alle wichtigen Informationen und Unterstützung für dieses wertvolle Ehrenamt.

Anmeldung erforderlich: elke.zoelzer@awo-kvmucl.de

4. Von kleinen Löffeln zu großen Zielen: nachhaltig und gesund essen im Familienalltag
Dienstag, 14. Oktober 2025 | 9.30 bis 10.30 Uhr
Ort: AWO Familienzentrum Alte Apotheke
Bahnhofstraße 30 | 85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Im Workshop entdecken wir gemeinsam, wie euer Alltag rund ums Einkaufen und Essen die Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit beeinflusst. Ihr bekommt praktische Ideen, kocht zusammen ein nachhaltiges Gericht – und eure Kinder können in der Spielecke dabei sein.

Anmeldung erforderlich: sarah.arnold@hksbr.de

5. Dream it, Budget it – Wünsche verstehen, Finanzen gestalten
Donnerstag, 16. Oktober 2025 | 16 bis ca. 18.30 Uhr
Treffpunkt: Schuldner- und Insolvenzberatung des AWO Kreisverbands München-Land
Balanstraße 55 | 81541 München (Etage 0)

Im Workshop „Dream it, Budget it“ lernen Jugendliche, ihre Wünsche und Ziele zu reflektieren und von den festen Kosten des Lebens zu unterscheiden. Dabei geht es um Themen wie Taschengeld, Nebenjobs, Konsumfallen, Werbung und Social Media, unterstützt durch kreative Methoden wie Visionboards. Der 2–3-stündige Workshop richtet sich an Jugendliche im Alter von 16–18 Jahren im Abschlussjahr und findet – je nach Wetter – draußen im Park oder in den Räumen der AWO statt.

Um Anmeldung unter almut.gruber@awo-kvmucl.de wird gebeten.

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Judith Horsch-Plein
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Fünf Jahre Betreuungsverein: Presse-Einladung und Infos

Der Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land e.V. feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Unter dem Motto „The Big Five“ möchten wir mit Ihnen gemeinsam auf unsere Arbeit zurückblicken und Einblicke in die fünf zentralen Säulen der Betreuung geben.

Wann? Donnerstag, 18. September 2025 von 12:00 – 15:00 Uhr
Wo? Innenhof, Balanstraße 55, 81541 München

Ein besonderer Programmpunkt ist das Grußwort von Landrat Christoph Göbel um 12:30 Uhr. Darüber hinaus präsentieren wir an verschiedenen Stationen die Arbeit und Themen des Betreuungsvereins interaktiv. Für eine angenehme Gesprächsatmosphäre sorgen kleine Häppchen und Getränke. Wir freuen uns, Sie zu diesem besonderen Anlass begrüßen zu dürfen.

Informationen über den Betreuungsverein des AWO KV München-Land
Der Betreuungsverein ist ein Angebot des SozialService des AWO Kreisverbands München-Land und unterstützt Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund von Krankheit, Unfall oder Behinderung nicht selbst regeln können. Er vertritt ihre Interessen etwa gegenüber Behörden, Banken und Ärzten und informiert über gesetzliche Betreuung. Auch steht er Angehörigenbetreuer*innen mit Rat und Tat zur Seite.

Zu den Aufgaben zählen Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge und Fragen zum Lebensmittelpunkt. Zudem bietet der Verein Beratungen und Vorträge zu Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsverfügung sowie Unterstützung für ehrenamtliche Betreuer*innen. Alle Angebote sind kostenfrei und vertraulich.

Zahlen aus fünf Jahren Betreuungsverein
Seit seiner Gründung im Jahr 2020 hat der Betreuungsverein wertvolle Arbeit geleistet: Insgesamt wurden bereits 882 Menschen beraten und die Interessen von 103 Betreuten direkt vertreten.

Darüber hinaus organisierte der Verein 122 kostenfreie Veranstaltungen zu Themen wie rechtliche Betreuung und Vorsorgevollmachten sowie Einführungs- und Weiterbildungsangebote für ehrenamtliche gesetzliche Betreuer. 1.517 Teilnehmer*innen nutzten bislang dieses wichtige Informations- und Qualifizierungsangebot.

Besonders hervorzuheben ist der große gesellschaftliche Wert des ehrenamtlichen Engagements: Durch die Übernahme von Betreuungen durch Freiwillige werden bundesweit pro Jahr 1,3 bis 2,6 Milliarden Euro eingespart – Gelder, die andernfalls für Berufsbetreuungen von der öffentlichen Hand aufgebracht werden müssten.

05.09.2025

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Judith Horsch-Plein
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SIB-Berater: „Dass junge Menschen in die Beratung kommen, ist ein neuer Trend“

In Zeiten von „Jetzt kaufen, später zahlen“-Angeboten wie bei Klarna oder PayPal geraten immer mehr – vor allem junge – Verbraucher*innen in finanzielle Schwierigkeiten. Was auf den ersten Blick wie eine bequeme Bezahlfunktion wirkt, entpuppt sich oft als Einstieg in eine Schuldenfalle. Ein Gespräch mit Hermann Riedel und Almut Gruber von der Schuldner- und Insolvenzberatung (SIB).

Wie gefährlich sind Dienste wie PayPal oder Klarna aus Sicht der Schuldnerberatung?
Hermann Riedel: Das Gefährliche ist, dass sie von den Klienten nicht als Banken wahrgenommen werden. Das sind eher Bezahlfunktionen und in dem Moment glauben sie, ist die Bezahlung auch geleistet. Dass sie im Grunde aber einen Kredit aufnehmen und dass sie in Ratenprobleme hineinlaufen, dass ein Kredit Geld kostet und teurer ist, das schätzen sie zu dem Zeitpunkt nicht richtig ein und Klarna und PayPal helfen auch nicht unbedingt mit, das transparent zu machen.

Was genau macht die „Später-bezahlen“-Funktion so riskant für Verbraucherinnen und Verbraucher?
Riedel: Mein Eindruck ist, dass es gerade bei jüngeren Verbraucher*innen eine Haltung gibt, nicht mehr lange auf etwas warten zu wollen. Wenn man etwas haben will, dann bitte jetzt. Wenn man ein Paar Sneaker braucht, weil alle anderen sie haben, dann muss es sein. Wenn alle Leute ein iPhone haben, dann kann ich nicht mit einem alten Handy rumlaufen. Dieses Sofort-Haben wird dadurch erleichtert, dass man sagt, Du musst ja noch nicht bezahlen. Das ist ja erstmal ganz wenig, Du zahlst ja erstmal 19 Euro Rate. Das ist nicht schlimm, das kannst Du doch machen. So wird diese „instant gratification“ durch vorgegaukelte niedrige Raten erzeugt, die in der Summe jedoch alles teurer machen.

Worin unterscheiden sich diese Zahlungsdienste von klassischen Krediten oder Ratenzahlungen bei Banken?
Riedel: Bei Banken wird eine Prüfung vor dem Kredit vorgeschaltet, irgendjemand möchte nochmal ein Ausweispapier sehen, irgendjemand möchte sehen, was Du verdienst. Ein Formular muss im Regelfall ausgefüllt werden und dann muss man auch nochmal warten, weil irgendwo muss eine Zustimmung eingeholt werden, ob man den Kredit denn jetzt so vergeben kann. Oft sind die Banken ja auch noch ortsnah, das heißt: Man kennt die Leute und dann hat das mit Scham und Vorsicht zu tun, vor diesen Personen möchte man nicht als Schuldner dastehen. Das ist bei Klarna und PayPal viel anonymer, das sieht ja keiner. Wobei ich jetzt sogar gehört habe, dass es bei TikTok Challenges gibt: Wer hat mehr Klarna-Schulden? Klarna ist eine Bank! Wenn die merken, jemand kann seine Schulden nicht bezahlen, dann geht’s in die Mahnung und irgendwann taucht Monika Mumm auf, die berühmt berüchtigte Rechtsanwältin. Dann geht’s weiter mit Mahnbescheiden, Vollstreckungsbescheiden und Pfändung und jede Stufe wird dann der Schufa gemeldet und das Rating geht runter. Almut Gruber: Das ist das Schlimme, dass die Betroffenen so jung sind, sie versauen sich damit einiges. Das ist das Dramatische daran.

Welche Personengruppen sind besonders anfällig für die Schuldenfallen solcher Bezahldienste?
Riedel: Es sind die Jüngeren. Ich habe gerade zwei Klientinnen, die deutlich vor 20 schon angefangen haben ihre Einkäufe dort zu machen. Es ist gar nicht schwer ein falsches Geburtsdatum anzugeben, Klarna und PayPal machen es dem Verbraucher nicht schwierig dort einzukaufen. Dieses Verführbare: Jetzt kaufen, später zahlen – das ist in der Jugend sehr ausgeprägt. Bei älteren Menschen sind andere Themen vorherrschend, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit. Ältere Menschen werden nicht so durch dieses instant gratification angesprochen. Bei älteren Menschen spielt eher Spielsucht eine Rolle.

Wie häufig begegnen Ihnen in der Beratung Menschen, die aufgrund von Klarna- oder PayPal-Schulden Hilfe suchen?
Riedel: Dass die jungen Menschen in die Beratung kommen, ist ein neuer Trend. Das war vorher nicht so ausgeprägt. Es gibt die Jugendlichen, die darüber angesprochen werden, dass ihre Freunde auch alle dies oder das haben und das dann auch haben möchten. Die tappen dann in die Klarna-Falle. Ab 16 Jahren ist das relevant. Sobald sie ein Girokonto haben. Deswegen ist die Prävention ein so großes Thema, dass man auch schon in die Schulen geht, weil Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahre über solche Themen Bescheid wissen sollten. Derzeit haben so circa 10 % unserer Klient*innen ein Problem mit Klarna bzw. PayPal. 

Warum kommen die Jüngeren in die Beratung – aufgrund des Drucks oder weil Eure Arbeit präsenter ist?
Gruber: Spätestens kommen Betroffene dann zu uns, wenn sie Angst bekommen aufgrund von Mahnbescheiden und der Angst, ins Gefängnis zu müssen. Da herrscht einfach das Unwissen, dass man nicht vor Gericht muss, aber das ist verständlich: Woher soll man das auch wissen? Es sieht auch gruselig aus. Es ist orange, es ist groß und es steht Schulden bzw. Gericht darauf. Um diesem Terror aus dem Weg zu gehen, führen die Wege hier her. Das ist psychisch belastend, vor allem, wenn man eine Depression hat oder krank ist. Das ist ein enormer Druck.

Was raten Sie Menschen, die bereits mehrere „Jetzt kaufen, später zahlen“-Zahlungen offen haben?
Riedel: Da fragen wir am besten auch noch meine Kollegin, weil ich hab da in meiner herzigen altmodischen Art gesagt: Dann müssen sie halt mal einen Haushaltsplan aufstellen. Also Kontoauszüge ausdrucken und schauen, was reinkommt und wie sieht das Delta aus? Da hat meine Kollegin erstmal herzlich gelacht und gesagt: Das macht heute kein junger Mensch mehr.
Gruber: Es gibt Möglichkeiten, wie zum Beispiel Finanzapps, da muss man natürlich auch immer behutsam umgehen, weil Du natürlich Deine Daten herausgibst und mit Datensicherheit sollte man sich immer auseinandersetzen. Riedel: Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen: Diejenigen, die einen Haushaltsplan machen können, brauchen keinen und die, die einen brauchen, kriegen es nicht hin.

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«.

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Sommerfest Haar – gemeinsam mit dem Helferkreis

  • 🌸 Ein Tag voller Begegnung, Freude & Vielfalt 🌸

    Am 01.08.2025 haben wir gemeinsam mit dem Helferkreis Haar unsere Klient*innen und Gäste eingeladen, in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen – drei Stunden voller Herzlichkeit, Lachen und Miteinander.

    💛 Unter dem Motto „Was ist Liebe?“ wollten wir Danke sagen und eine Botschaft teilen, die uns am Herzen liegt:

    ✨ Liebe ist bunt.
    ✨ Liebe ist etwas, das man schenkt.

    Alle Bilder, die diesen Gedanken begleiten, wurden liebevoll von Kindern ausgemalt – ein Projekt voller Kreativität und Freude. Danke an Frau Meisa Hayali für die wunderbare Idee und Umsetzung!🙏

    👥 Wer wir sind: Wir sind in Haar/Grasbrunn ein fünfköpfiges Team, das rund 430 Klient*innen aus verschiedenen Herkunftsländern begleitet – mit dem Ziel, ihre soziale Teilhabe zu stärken. Unsere Schwerpunkte: Asyl & Aufenthalt, Bildung, Arbeit und Erstorientierung vor Ort sowie in Deutschland.

    #AWO #München-Land #Sommerfest2025 #Helferkreis #Haar #TeilhabeStärken

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Neue Schuldenfallen durch „Jetzt kaufen, später zahlen“ – AWO Schuldner- und Insolvenzberatung warnt vor Klarna und PayPal

Digitale Bezahldienste wie Klarna und PayPal bieten zunehmend „Später-bezahlen“-Funktionen an, die vor allem junge Menschen in Schuldenfallen locken. Die Schuldner- und Insolvenzberatung (SIB) der AWO München-Land warnt eindringlich vor den Risiken dieser Zahlungsdienste und appelliert an Verbraucher*innen, ihre Kosten genau zu prüfen.

„Viele Nutzerinnen und Nutzer nehmen Klarna und PayPal nicht als Banken wahr, sondern eher als einfache Bezahlfunktionen. Dabei schließen sie in Wirklichkeit Kredite ab“, erklärt Hermann Riedel von der SIB. Dadurch entstehe häufig ein falscher Eindruck über die tatsächlichen Ausgaben, der schnell zu finanziellen Problemen führen könne.

Die angebotene „Jetzt kaufen, später zahlen“-Option fördere zudem eine gefährliche Haltung: „Gerade junge Menschen wollen heute alles sofort haben. Niedrige Monatsraten wirken verlockend, doch in der Summe werden die Kosten oft erheblich teurer.“

Im Unterschied zu klassischen Bankkrediten fehlen bei Klarna und PayPal umfangreiche Bonitätsprüfungen und persönliche Beratung. „Die Hemmschwelle für Schulden ist hier deutlich niedriger. Die Folgen sind Mahnverfahren, negative Schufa-Einträge und erhebliche finanzielle Nachteile, die junge Menschen oft unterschätzen“, sagt Riedel.

Junge Erwachsene besonders häufig betroffen
Besonders betroffen sind junge Erwachsene: „Viele beginnen schon vor dem 20. Lebensjahr, Ratenzahlungen über diese Dienste zu nutzen. Kleine Beträge summieren sich schnell zu fünfstelligen Forderungen, die mit dem Einkommen nicht mehr zu stemmen sind.“ Die Schuldner- und Insolvenzberatung schätzt, dass rund zehn Prozent der Ratsuchenden Probleme mit Klarna oder PayPal haben.

Stärker in den Fokus nehmen: Präventionsarbeit an Schulen
Die AWO fordert daher mehr Präventionsarbeit, insbesondere an Schulen, um junge Menschen frühzeitig über die Risiken digitaler Zahlungsdienste aufzuklären. Ab Herbst ist geplant, dieses Engagement verstärkt in Schulen einzubringen – entsprechende Konzepte befinden sich derzeit in Vorbereitung. Zudem empfiehlt sie Betroffenen, Ausgaben genau zu überwachen und bei Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

22.07.2025

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Jede Woche 50 % sparen – Neue Aktionswochen in der AWO Klawotte Unterschleißheim

Die Klawotte Unterschleißheim, einer von sechs sozialen Secondhand-Läden des AWO Kreisverbands München-Land, überrascht mit einem neuen Angebot: Ab sofort gibt es jede Woche eine 50%-Rabattaktion auf wechselnde Warengruppen. Ob Hosen-, Blusen-, Kinder-, Kleider-, Sport- oder Trachtenwoche – jede Woche ist eine andere Warengruppe zum halben Preis erhältlich.

„Dieses neue Konzept gab es bisher noch nicht und kommt bei unseren Käufer*innen sehr gut an“, freut sich Angelika Martin, Fachbereichsleitung beim AWO Kreisverband München-Land. „Ein sommerliches Kleid ist so schon für nur sechs Euro zu haben. Das ist doch mal was!“ Die Aktion gilt nicht für Inhaber*innen einer Kundenkarte, da sie bereits dauerhaft 50 % Rabatt auf ihren Einkauf erhalten.

Sonderaktion zum Sommerferienbeginn
In der letzten Woche vor der Sommerpause, ab dem 29. Juli, startet ein großer Sommerschlussverkauf: Dann gibt es 50 % auf das gesamte Sortiment. „Ideal, um sich vor der Schließzeit noch einmal einzudecken.“ so Martin. Vom 2. August bis einschließlich 22. August ist die Klawotte in der Sommerpause.

Die Klawotte Unterschleißheim verbindet soziales Engagement mit nachhaltigem Konsum. Reinschauen lohnt sich – Woche für Woche.

15.07.2025

  • Informationen zur AWO Klawotte in Unterschleißheim

    Leitung: Angelika Martin (kommissarisch)
    Bezirksstraße 21 | 85716 Unterschleißheim

    Öffnungszeiten
    Montag: geschlossen
    Dienstag: 9-13 und 14-17 Uhr
    Mittwoch: geschlossen
    Donnerstag 9-13 Uhr und 14-17 Uhr
    Am Donnerstag-Nachmittag
    keine Spendenannahme!

    Freitag 14-17 Uhr

    3. Samstag im Monat 10-13 Uhr

  • Weitere Informationen

    Judith Horsch-Plein
    Referentin Presse und Social Media
    Mobil 0176 16720948
    presse@awo-kvmucl.de

    Nora Otto
    Referentin Presse und Social Media
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    presse@awo-kvmucl.de

    AWO Kreisverband München-Land e.V
    Balanstraße 55 | 81541 München 

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AWO Schuldner- und Insolvenzberatung jetzt mit offener Sprechstunde für Privatpersonen aus dem Landkreis München

Die Schuldner- und Insolvenzberatung (SIB) des AWO Kreisverbands München-Land weitet ihr Angebot aus: Ab sofort können Ratsuchende die Beratung auch im Rahmen einer offenen Sprechstunde in Anspruch nehmen – ganz ohne Termin, jeden Donnerstag zwischen 14 und 17 Uhr. Damit schafft die AWO gemeinsam mit der Nachbarschaftshilfe Oberschleißheim e.V. ein noch niederschwelligeres Angebot für Bürger*innen in finanziellen Schwierigkeiten. Ziel ist es, Menschen, die durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennung oder andere Lebensumstände in eine finanzielle Notlage geraten sind, frühzeitig und unbürokratisch zu unterstützen. Auch bietet die SIB unverbindliche Informationen rund um das Thema Schuldenvermeidung.

Verschuldung kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Bildungsstand oder sozialem Umfeld. Die Ursachen sind vielfältig, oft kommt eins zum anderen. Umso wichtiger ist es, betroffenen Menschen eine offene Tür zu bieten, bevor oder wenn die finanzielle Belastung zu groß wird. „Gerade bei finanziellen Problemen ist der Schritt zur Vereinbarung eines Beratungstermins oft zu groß“, erklärt Stefanie Sonntag, Fachbereichsleitung beim AWO SozialService. „Mit der offenen Sprechstunde wollen wir Barrieren abbauen und signalisieren: Sie sind nicht allein – und Hilfe ist möglich.“

Beratung ohne Termin, vertraulich und kostenlos
Die offene Sprechstunde richtet sich an Privatpersonen aus dem Landkreis München und findet ab sofort jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr in der Geschäftsstelle des AWO Kreisverbands in der Balanstraße 55 / EG in München statt. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Damit ausreichend Zeit für Ihr Anliegen bleibt, ist ein Beginn der Sprechstunde spätestens um 16 Uhr möglich. Die Beratungen sind vertraulich, unterliegen der Schweigepflicht und sind für die Ratsuchenden kostenfrei.

Weitere Infos zur Arbeit der Schuldner- und Insolvenzberatung und allen anderen Angeboten des SozialService des AWO Kreisverbands München-Land gibt es im soeben erschienenen Jahresbericht einzusehen.

Info Aktionswoche
Vom 2. bis 6. Juni 2025 findet die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung unter dem Motto „Beste Investition – Finanzbildung. Wenn aus Minus Plus wird.“ statt, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV).

02.06.2025

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Der Jahresbericht des AWO SozialService 2024 – erstmals erweitert durch Berichte aus den Klawotten und dem Fachbereich Migration

Seit Herbst 2024 gehören der AWO-Fachbereich Migration sowie die Klawotten zum SozialService. Die beiden Fachbereiche ergänzen die bisherigen Angebote der Wohnungsnotfallhilfe, Schuldner- und Insolvenzberatung sowie des Betreuungsvereins. Seit Januar 2025 ist der Kreisverband außerdem Träger des Begegnungszentrums für Senioren in Unterschleißheim. Nun liegt erstmals ein umfassender Jahresbericht zu allen Bereichen vor.

FOL ist 18 Jahre alt: Wohnungserhalt steht an erster Stelle
Die inzwischen volljährige Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL) ist seit 2007 für die Bürger*innen im Landkreis München – dem bevölkerungsreichsten bayerischen Landkreis – im Einsatz. Im Jahr 2024 wurden 1.557 Personen beraten, davon konnten 1.432 Fälle positiv abgeschlossen werden. Die FOL wird vom Landkreis München vollständig finanziert.

Je früher ein Problem erkannt wird, desto schneller kann gehandelt werden. Die FOL unterstützt Menschen dabei, ihre Wohnung zu sichern oder neue Perspektiven zu entwickeln – durch schnelle Terminvergabe, individuelle Beratung bei Zwangsräumung, Hilfe bei Anträgen und die Anbindung an weitere Hilfen. Auch bei Wohnungssuche, finanzieller Sicherung und dem Aufbau persönlicher Ressourcen steht die FOL zur Seite.

Fünf Jahre Betreuungsverein: Die Betreuungen werden komplexer
Seit 2020 übernimmt der Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land gesetzliche Betreuungen im Landkreis – und stellt fest: Die Anforderungen steigen. Viele Fälle sind durch psychische Erkrankungen, Suchtproblematiken oder soziale Isolation besonders herausfordernd. Gleichzeitig fehlen oft Angehörige oder ehrenamtliche Unterstützer*innen.

Seit der Reform des Betreuungsrechts 2023 steht die Selbstbestimmung der betreuten Personen im Mittelpunkt – gesetzliche Betreuer*innen sollen vorrangig unterstützen statt vertreten. Damit steigen die Anforderungen an Fachlichkeit, Kommunikation und Organisation. Neben den Betreuungen selbst ist der Verein auch in der Beratung ehrenamtlicher Betreuer*innen aktiv und informiert zu Themen wie Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen, Patientenverfügungen und dem Ehegattennotvertretungsrecht.

Die AWO Klawotten: Das größte Ehrenamtsprojekt des Kreisverbands zählt 200 Engagierte in 2024
Was 2008 mit einem Laden in Ottobrunn begann, ist heute ein starkes soziales Projekt mit fünf Standorten im Landkreis München und einem weiteren in Gauting. Die AWO Klawotten bieten mehr als gut erhaltene Kleidung und Haushaltswaren – sie schaffen Begegnungsorte, unterstützen Menschen in schwierigen Lebenslagen und stehen für gelebte Nachhaltigkeit. Ohne öffentliche Zuschüsse und getragen von einem engagierten Team und zahlreichen Spender*innen, verbindet das Projekt soziale Hilfe mit Ressourcenschonung – direkt, unbürokratisch und für alle. Mit über 200 Engagierten sind die Klawotten das größte Ehrenamtsprojekt des AWO Kreisverbands. Das hauptamtliche Team besteht aus 14 Mitarbeiter*innen.

AWO Flüchtlings- und Integrationsberatung bleibt gefragt
Auch im Jahr 2024 war die Nachfrage nach Beratung hoch: Über 8000 Gespräche wurden geführt und 838 Menschen – darunter 291 Minderjährige – in verschiedenen Lebenslagen unterstützt. Die Klient*innen kamen aus insgesamt 34 Herkunftsländern, am häufigsten aus der Ukraine, Afghanistan, Nigeria und Syrien. Thematisch standen rechtliche Fragen, Aufenthaltsstatus, Wohnen, Gesundheit und Bildung im Fokus. Die Beratungen fanden überwiegend direkt in den Unterkünften statt – für eine möglichst niederschwellige, wohnortnahe Unterstützung.

Mehr zum Jahresbericht 2024 des AWO SozialService
Mehr zu diesen Themen und weiteren Fachbereichen bzw. Einrichtungen – wie der Schuldner- und Insolvenzberatung, dem Familienzentrum „Alte Apotheke“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie dem Begegnungszentrum für Senioren – finden Sie im aktuellen Jahresbericht des AWO SozialService.

28.05.2025

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