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Carl-Steinmeier-Mittelschule – eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Das Event zur Titelübergabe organisierten die Schüler*innen als Hybrid-Veranstaltung, an der auch der Bürgermeister teilgenommen hat.

Die Carl-Steinmeier-Mittelschule in Hohenbrunn darf den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ führen. Dafür hat sich seit Anfang des Schuljahres 2020/2021 eine Gruppe von Schüler*innen eingesetzt. Bei einer Befragung hatten sich 95 Prozent der Schulfamilie für eine Teilnahme an der bundesweiten Aktion ausgesprochen.

 

Mit einer Selbstverpflichtung wollen alle Schulmitglieder – von den Lehrern über die Schüler*innen bis hin zum Hausmeister – dafür sorgen, dass alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, in dieser Schule keine Chance haben. Unterstützt wurden sie dabei von den Lehrkräften Carina Sole und Patricia Eder sowie Eva Blaha und Vinzenz Hörl von der AWO Jugendsozialarbeit.

 

Vor einem Jahr starteten sie das Vorhaben mit einer Plakat-Aktion, die alle an der Schule für diese wichtige Thematik sensibilisieren sollte. Am 1. Dezember fand nun in einer „Hybrid-Veranstaltung“ die offizielle Übergabe des Titels statt. Rektorin Christina Schmidt hatte das Vorhaben von Anfang an unterstützt und bedankte sich „bei ganz, ganz vielen“, die zur Erlangung beitrugen. Schule sei ein Ort, an dem Vielfalt, Farbenfreude und Multikulti zu Hause sein sollten. Schule ohne Rassismus sei kein Titel, keine Auszeichnung, sondern eine Verpflichtung, betonte Schmidt und fügte hinzu: „Wir wollen in und außerhalb der Schule eine bunte Welt bleiben. Wir wollen eine Schule sein, in der jeder gern zur Schule geht. Das war immer mein Ziel.“

 

Bürgermeister Dr. Stefan Straßmair, der sich dem Event zugeschaltet hatte, lobte, dass der Titel an der Carl-Steinmeier-Schule offenbar mit Leben erfüllt werde. „Wir Menschen leben auf einem Planeten, sitzen alle in einem Boot und sollten einander nicht ausgrenzen, sondern respektieren“, sagte er und freute sich, dass die Schüler der Carl-Steinmeier-Mittelschule nach diesem Prinzip leben und handeln.

 

Die Patenschaft für die Aktion hatte Kamil Müller von der Band Django 3000 übernommen. Das sei ihm eine Ehre, sagte er. Müller wünscht sich, dass „jede Schule an diesem Projekt teilnehmen sollte“. Zentrales Ziel sollte es sein, Menschen, die anders sind, nicht einfach auszuschließen. Das findet auch Mohammed, ein Schüler, der aus Syrien flüchtete. „Wenn jeder den anderen respektvoll behandelt, kann sich etwas ändern“, sagte er. Die Schülersprecherinnen Konstantina und Anna wollen selbst mit gutem Beispiel vorangehen und Bewusstsein schaffen. Denn: „Wie langweilig wäre Schule ohne Vielfalt?“

 

Im Vorfeld der Titelvergabe fanden Projekttage mit Gruppenangeboten unter dem Motto „Vielfalt ist eine Chance“ statt. Organisiert wurden sie von Barbara Schmidt und Florian Berwig, die neuen Respekt Coaches beim AWO Kreisverband München-Land e.V. Sie leisten präventive Arbeit in Form von Gruppenveranstaltungen gegen Extremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

 

In den vier Workshops an der Carl-Steinmeier-Mittelschule – Rap, Tanz, Kochbuch und Siebdruck – konnten Schüler*innen mit den Mitteln der Kunst die menschliche und kulturelle Vielfalt ihrer Mitschüler*innen erleben. Die Jugendlichen lernten aktiv zuzuhören und anschließend gemeinsam über die inividduellen Erfahrungen ihrer Mitschüler*innen zu sprechen. Diese Workshops haben die interkulturelle und soziale Kompetenz gestärkt und die Möglichkeit geboten, Geschlechter- und Rollenbilder zu hinterfragen.

 

Ron Otto, Regionalkoordinatorin des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, überreichte den Schüler*innen symbolisch das Schild, das die Carl-Steinmeier-Mittelschule nun tragen darf. Sie begrüßte die CSS offiziell im Netzwerk der Schulen gegen Rassismus.

 

Mit dem Titel an der Hauswand wollen die Schüler*innen sich weiterhin couragiert gegen Rassismus aller Art stark machen.

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