Unterföhring – Das Café Valentin öffnet wieder seine Türen: Am 16. Juni 2026 um 12 Uhr startet das beliebte Unterföhringer Seniorencafé zunächst mit einem Soft Opening. Das Angebot wird dabei schrittweise aufgebaut und in den kommenden Wochen erweitert.
Die offizielle Eröffnung wird am Samstag, 4. Juli 2026, ab 11 Uhr mit einem großen Fest gefeiert. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, das neue Café kennenzulernen und gemeinsam einen Ort der Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft zu feiern.
Betrieben wird das Café künftig vom AWO Kreisverband München-Land e.V. in Kooperation mit dem Verein Zukunft trotz Handicap. Das Besondere: Junge Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung arbeiten in Küche und Service mit und erwerben im Rahmen eines gastronomischen Lehrgangs den „Kleinen Wirtebrief“. Geleitet wird das Café von Ana Bacak, einer erfahrenen Gastronomin aus Freimann. Gemeinsam mit ihrem Team möchte sie an die erfolgreiche Geschichte des Café Valentin anknüpfen und neue Impulse setzen.
Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Zwergerlstube Höhenkirchen-Siegertsbrunn feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 ist sie ein fester Bestandteil des gemeindlichen Lebens und ein wichtiger Treffpunkt für junge Familien.
Was als Zusammenschluss von Müttern begann, die ihre Kleinkinder im Wechsel betreuten, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem verlässlichen Mutter-Kind-Treff und später zu einem Spielkreis. Getragen wird die Zwergerlstube bis heute von ehrenamtlichem Engagement, Zusammenhalt und der Idee eines niedrigschwelligen Angebots für Familien.
Neben regelmäßigen Gruppentreffen prägten Faschingsfeiern, Sommerfeste, Ausflüge, Kurse und Basare das Angebot. Die Erlöse flossen stets wieder in die Arbeit der Zwergerlstube. Die Gemeinde unterstützte dieses Engagement kontinuierlich durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten – vom Pfarrsaal über das Hexenhäusl bis zur Alten Apotheke, die seit 1990 mit Unterbrechungen Standort der Zwergerlstube ist. Um den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, wurde die Zwergerlstube Teil der Arbeiterwohlfahrt (AWO) – zunächst über den Ortsverein Höhenkirchen-Siegertsbrunn, seit 2020 über den AWO Kreisverband München-Land.
Die Bedeutung des Angebots zeigt sich auch aktuell deutlich: Im Jahr 2025 nutzten 90 Familien die Zwergerlstube regelmäßig. Insgesamt wurden rund 1.000 Teilnahmen an 250 Besuchstagen verzeichnet. Damit bleibt die Zwergerlstube ein wichtiger Ort für Begegnung, Austausch und frühe Förderung.
Heute ist die Zwergerlstube wieder in der sanierten Alten Apotheke untergebracht und Teil des Familienzentrums. Das Jubiläum wird am 4. Juli mit einem großen Fest ab 11 Uhr in der Alten Apotheke gefeiert, zu dem alle aktuellen und ehemaligen Zwergerl Familien sowie Wegbegleiter eingeladen sind. Pressevertreter*innen sind herzlich willkommen.
Planegg – Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der AWO München-Land lädt am Sonntag, 14. Juni 2026, von 10 bis 11 Uhr zu einem Vortrag zum Thema „Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten fördern und stärken“ ins Kupferhaus in Planegg ein.
Wann? Sonntag, 14. Juni 2026, 10:00 bis 11:00 Uhr Wo? Kupferhaus, Vortragsraum, Feodor-Lynen-Straße 5, Planegg
Schüchternheit, Ängste, sozialer Rückzug, Aggressivität oder Konzentrationsschwierigkeiten: Manche Kinder und Jugendliche fallen durch Verhaltensweisen auf, die sie selbst in ihrer Entwicklung beeinträchtigen und Eltern sowie pädagogische Fachkräfte vor Herausforderungen stellen.
Referentin Monika Koch, Diplom-Psychologin und systemische Familientherapeutin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Planegg, informiert über mögliche Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten und gibt praxisnahe Anregungen für den Umgang mit betroffenen Kindern. Im Mittelpunkt stehen die Gestaltung einer tragfähigen Beziehung zu den Kindern sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten, um ihre positive Entwicklung zu unterstützen.
Ziel des Vortrags ist es, Eltern, Fachkräften und Interessierten Mut zu machen und neue Perspektiven für die Begleitung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten aufzuzeigen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungsansätze zu diskutieren. Die Veranstaltung ist Teil von „Inklusion im Würmtal“, einer Veranstaltungsreihe am 13. und 14. Juni 2026, die Begegnung, Austausch und Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.
Die Klawotte Gauting des AWO Kreisverbands München-Land feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Seit einem Jahrzehnt verbindet das soziale Kaufhaus Nachhaltigkeit, soziales Engagement und gelebte Nachbarschaft in Gauting. Anlässlich des Jubiläums sind Kundinnen und Kunden herzlich eingeladen, mitzufeiern: Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, gibt es in der Klawotte Gauting 50 % Rabatt auf das gesamte Sortiment. Die Klawotte steht seit zehn Jahren für Secondhand mit sozialem Mehrwert. Gut erhaltene Kleidung, Haushaltswaren, Bücher und viele weitere Dinge erhalten hier ein zweites Leben. Gleichzeitig schafft die Einrichtung einen Ort der Begegnung und unterstützt nachhaltigen Konsum im Alltag.
Die Jubiläumsaktion findet statt am: Donnerstag, 21. Mai 2026, 9 bis 13 Uhr in der Klawotte Gauting, Pippinplatz 1, 82131 Gauting Weitere Informationen zur AWO Klawotte: Die Klawotte Gauting wurde im November 2015 eröffnet. Sie ist die die erste Klawotte im Landkreis Starnberg zusammen mit vier weiteren AWO-Klawotten im Landkreis München. Die Einrichtung ist eine Kooperation zwischen dem AWO Kreisverband Starnberg und München-Land. Initiator war der AWO-Ortsverein Gauting. Die Klawotten leisten einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und regionaler, sozialer Unterstützung. Sie sind ein Ort der Begegnung für alle Generationen und Gesellschaftsschichten. In der Klawotte kann jeder einkaufen!
Klawotte Gauting
Spendenannahme an den Öffnungstagen nur von 9 – 13 Uhr möglich!
Landkreis – Der SozialService des AWO Kreisverband München-Land e.V. blickt im aktuellen Jahresbericht 2025 auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neue Angebote, steigende Beratungszahlen und komplexe Problemlagen prägen die Arbeit in den unterschiedlichen Fachbereichen. Der Bericht zeigt: Der Bedarf an sozialer Unterstützung bleibt hoch – und entwickelt sich weiter.
5 Jahre Schuldner- und Insolvenzberatung: Ein Meilenstein
Die AWO Schuldner- und Insolvenzberatung im Landkreis München feiert ihr fünfjähriges Bestehen und hat sich in dieser Zeit zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle entwickelt. Was 2019 aus der Überzeugung entstand, dass finanzielle Not gesellschaftliche Verantwortung ist, hilft heute Menschen, neue Perspektiven zu gewinnen. Dabei geht es um mehr als Zahlen: Beratung bedeutet auch, Scham und Ängste zu überwinden und Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Mit fachlicher Kompetenz und großer Empathie leisten die Beratungskräfte täglich wichtige Unterstützung – für den Einzelnen und die Gesellschaft.
10 Jahre Flüchtlings- und Integrationsberatung: Vom Krisenmodus zur festen Struktur
Die Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) der AWO im Landkreis München blickt auf 10 Jahre Entwicklung zurück: Aus einer spontanen Nothilfe ist ein professionelles und tragfähiges Beratungsangebot entstanden. Seit den Anfängen 2015 in Notunterkünften hat sich die FIB kontinuierlich weiterentwickelt, neue Standorte aufgebaut und auf gesellschaftliche Herausforderungen reagiert. Heute ist sie ein zentraler Bestandteil der Integrationsarbeit im Landkreis – getragen von Erfahrung, Flexibilität und einem engagierten Team, das Integration aktiv gestaltet und Perspektiven schafft.
Die präventive Fachstelle bei drohendem Wohnraumverlust bleibt ein zentraler Pfeiler der Arbeit der Wohnungsnotfallhilfe. Auch 2025 zeigt sich: Frühzeitige Beratung ist entscheidend, um Wohnraum zu sichern und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Unterstützung reicht von kurzfristigen Interventionen bei drohender Zwangsräumung bis hin zur Stabilisierung der Lebenssituation. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.700 Fälle bearbeitet, davon 1.412 im Landkreis München, von denen 1.276 Fälle positiv abgeschlossen werden konnten. Die präventive Fachstelle wird vom Landkreis München vollständig finanziert. Sie gehört mit dem Unterstützten Wohnen und der Wohnungslosenberatung in 24 Gemeinden/Städten zur Wohnungsnotfallhilfe. Die Fallzahlen in allen Bereichen sind in den letzten Jahren relativ gleich hoch geblieben. Jedoch stellen wir in den Einzelfällen erhöhte Mehrfachproblematiken fest.
Klawotten im Wandel: Wachstum, Engagement und neue Strukturen
Die AWO Klawotten standen 2025 für Aufbruch und Weiterentwicklung: Neue Strukturen, Standortveränderungen und eine gestärkte Logistik prägten die Arbeit in allen Einrichtungen. Aus einer kleinen Idee ist in über 15 Jahren ein tragfähiges soziales und nachhaltiges Erfolgsmodell gewachsen. Herausforderungen wie Umzüge und Standortschließungen wurden durch großes Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen gemeinsam bewältigt. Gleichzeitig konnten neue Impulse gesetzt und die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden. Heute sind die Klawotten mehr denn je Orte der Begegnung, Nachhaltigkeit und sozialen Unterstützung.
Mehr zum Jahresbericht 2025 des AWO SozialService:
Mehr zu diesen Themen und weiteren Fachbereichen bzw. Einrichtungen – wie dem Betreuungsverein, dem Familienzentrum „Alte Apotheke“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie dem Begegnungszentrum für Senioren – finden Sie im aktuellen Jahresbericht des AWO SozialService: /wp-content/uploads/SOS2025.pdf
Unterföhring – Der AWO Kreisverband München-Land e.V. übernimmt ab Sommer gemeinsam mit dem Verein Zukunft trotz Handicap e.V. die Trägerschaft des Café Valentin in Unterföhring. Das Café wurde bislang von der Nachbarschaftshilfe Unterföhring betrieben. Künftig wird das Angebot als inklusives Seniorencafé weitergeführt.
„Wir freuen uns sehr auf die Übernahme des Café Valentin und darauf, diesen besonderen Ort gemeinsam weiterzuentwickeln. Unser Dank gilt der Nachbarschaftshilfe Unterföhring, die hier mit großem Engagement und viel Herzblut einen wichtigen Treffpunkt geschaffen hat. Bei meinem Besuch in der vergangenen Woche war es beeindruckend zu sehen, wie wohl sich die älteren Menschen dort fühlen – genau diese Atmosphäre möchten wir bewahren und weitertragen“, sagt Stefanie Sonntag, Fachbereichsleitung bei der AWO München-Land.
Ziel ist es, einen offenen Treffpunkt zu schaffen, an dem Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Ein Café ist mehr als ein Ort zum Verweilen – gerade für ältere Menschen ist es ein wichtiger sozialer Raum und kann Einsamkeit entgegenwirken. Gleichzeitig eröffnet das neue Konzept Menschen mit Handicap berufliche Perspektiven: Sie arbeiten im Café aktiv mit und bringen ihre Fähigkeiten sichtbar ein.
Dass dieses Modell erfolgreich ist, zeigt die Zusammenarbeit der beiden Träger bereits im inklusiven Café des Familienzentrums „Alte Apotheke“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Dort arbeiten Menschen mit Handicap engagiert und zuverlässig im Cafébetrieb und werden von den Gästen sehr geschätzt. Diese Erfahrungen fließen nun in die Weiterentwicklung des Café Valentin ein. Der AWO Kreisverband bringt seine langjährige Expertise in der Seniorenarbeit ein, unter anderem aus dem Begegnungszentrum für Senioren in Unterschleißheim. Der Verein Zukunft trotz Handicap e.V. ergänzt dies durch umfassende Erfahrung in der Qualifizierung und Begleitung von Menschen mit Behinderung. Gemeinsam entsteht ein starkes Team mit pädagogischer, organisatorischer und gastronomischer Kompetenz.
Auch die lokale Vernetzung spielt eine zentrale Rolle: Die Träger arbeiten eng mit Gemeinden, Betrieben und sozialen Einrichtungen zusammen. Unterstützt wird das Projekt zusätzlich durch Partner vor Ort, darunter der AWO Ortsverein Unterföhring.
Mit dem neuen inklusiven Seniorencafé entsteht ein Ort für alle – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einschränkungen. Das Café Valentin soll zeigen, wie selbstverständlich Vielfalt im Alltag gelebt werden kann und Menschen miteinander verbindet.
Unterschleißheim – Das AWO-Begegnungszentrum für Senioren in der Pegasusstraße lädt musikbegeisterte Seniorinnen und Senioren ein, Teil der offenen Musikgruppe „Geselliges Musizieren“ zu werden. Alle zwei Wochen erfüllt die Gruppe dienstags von 9:30 bis 11:00 Uhr das Begegnungszentrum mit fröhlichen Klängen. Gemeinsam zu musizieren schafft Freude, Begegnung und ein besonderes Gemeinschaftsgefühl. Gespielt werden Volksmusik, Salonmusik, Evergreens und Swing. Im Anschluss an das Musizieren lädt die Gruppe zum gemütlichen Beisammensein bei einer Tasse Kaffee ein.
Neue Musikantinnen und Musikanten, mit verschiedensten Instrumenten, sind jederzeit herzlich willkommen. Die kommenden Termine sind: 20. Januar, 3. Februar, 17. Februar und 3. März.
Kontakt
Interessierte können sich direkt im AWO-Begegnungszentrum für Senioren, Pegasusstraße 18, 85716 Unterschleißheim, melden. Telefonische Auskunft: 089 310 74 61
Am 26. November fand im Bürgerhaus Haar der Fachtag „Mehr Fantasie wagen: Chancen und Möglichkeiten bei der Ausgestaltung von Wohnraum für obdach- und wohnungslose Menschen“ statt. Zum zweiten Mal in diesem Jahr kamen Vertreterinnen und Vertreter aus 23 Rathäusern des Landkreises München sowie der Gemeinde Krailling zusammen, die über die AWO Wohnungsnotfallhilfe Beratung für wohnungslose Menschen anbieten. Gastgeber war diesmal die Stadt Haar mit Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski.
Unter dem Motto „Mehr Fantasie wagen“ diskutierte ein kompetentes Forum die Frage, wie Unterbringung künftig anders – und vielleicht kostengünstiger – gestaltet werden kann. Neben den praxisnahen Teilnehmenden aus den Kommunalverwaltungen und der Sozialarbeit nahmen auch Vertreter des Jobcenters und des KBO teil.
Die Referenten lieferten wichtige Impulse für die anschließende Podiumsdiskussion:
Dr. Eugen Ehmann, erfahrener Ordnungsrechtler, gab Einblicke in rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen.
Doreen Höltl schilderte die Entwicklung der Wohnungslosenhilfe in der Stadt Fürstenfeldbruck über zehn Jahre hinweg.
Dr. Hermann Ruttmann vom Schultheiß-Projekt zeigte konkret verwirklichte Lebensräume für eine moderne Gesellschaft.
Jörn Scheuermann von der Koordination Wohnungsnotfallhilfe Südbayern ergänzte die Diskussion mit aktuellen Informationen direkt vom Bundestag Wohnungslosenhilfe in Berlin.
Schnell wurde klar: Die Fantasie trifft im Alltag der Rathäuser auf harte Realität. Die regelmäßig notwendige, oft kräfteraubende Notfallplanung müsste langfristig durch eine grundsätzliche Neuorientierung ersetzt werden. Eine solche Neuaufstellung kann nur gelingen, wenn Bau-, Wohnungs- und Sozialpolitik gemeinsam mit den Praktikerinnen und Praktikern vor Ort gedacht wird – ein Prozess, der viele Jahre Zeit erfordert. Trotzdem sei das Verschieben des Themas angesichts anderer Herausforderungen keine Option.
Deutlich wurde auch, dass es keine Pauschallösungen gibt. So betonte Doreen Höltl: „Der Schlüssel zu schneller und guter Unterbringung ist die eigene kommunale Unterkunft.“ Dr. Hermann Ruttmann richtete den Blick auf die langfristigen Perspektiven einer gelingenden Quartiersentwicklung als gesellschaftlichen Mehrwert und erinnerte daran: „Wir haben so viele lost places in diesem Land.“ Für Dr. Eugen Ehmann ist klar: Eine „human denkende Gemeinde“ müsse handeln können, ohne später auf den Kosten sitzen zu bleiben.
Der Fachtag der Wohnungsnotfallhilfe des AWO Kreisverbands München-Land machte eindrucksvoll sichtbar: Wohnungslosigkeit bleibt eine kommunale Herausforderung, aber sie ist auch ein Feld voller Chancen. Rechtliche Klarheit, kreative Lösungsansätze, soziale Begleitung und mutige Stadtplanung greifen ineinander. „Mehr Fantasie wagen“ – dieser Leitsatz bleibt als inspirierendes Signal, Wohnraum für alle Menschen möglich zu machen. Ein klarer Auftrag für das Jahr 2026 ist es, dieses Thema weiterzutragen – an die Verantwortlichen in den Rathäusern und im Landkreis. Denn nur so kann heute Undenkbares in Zukunft Realität werden und ein Stück mehr Sicherheit der Menschlichkeit geschaffen werden.
Landkreis München / Ottobrunn – Aufgrund zahlreicher Rückfragen und Verunsicherungen in der Kundschaft stellt der AWO Kreisverband München-Land e.V. klar: Die Klawotte in der Alten Landstr. 5 bleibt weiterhin regulär geöffnet, nur die Klawotte Kinder & Kreativ in der Putzbrunner Straße 52/UG in Ottobrunn schließt Mitte Januar 2026.
In den vergangenen Wochen kam es zu zahlreichen Missverständnissen. Ulrike Konrads, Leitung der Klawotte Ottobrunn in der Alten Landstraße, berichtet, dass viele Kundinnen und Kunden fälschlicherweise davon ausgehen, auch dieser Standort sei von einer Schließung betroffen – dem ist nicht so. Die Klawotte bleibt weiterhin uneingeschränkt geöffnet. Kundinnen und Kunden sind herzlich eingeladen, wie gewohnt dort einzukaufen und zu spenden.
Öffnungszeiten der Klawotte in der Alten Landstr. 5:
Am Montag nur Spendenannahme, kein Verkauf!
Montag 9 – 12 Uhr Dienstag bis Freitag: Spendenannahme und Verkauf Dienstag 9 – 17 Uhr Mittwoch geschlossen Donnerstag 9 – 17 Uhr Freitag 13 – 17 Uhr Schließzeiten über Weihnachten: 22.12.2025 bis 06.01.2026
Nothilfefonds im Landkreis München: Schnelle Hilfe für Menschen in akuten Notlagen – Landrat ruft zur Unterstützung auf
Landkreis München – Auch im wohlhabenden Landkreis München gibt es Bürgerinnen und Bürger, die trotz sozialer Sicherungssysteme in Situationen geraten, in denen ihnen das Nötigste fehlt. Um genau diesen Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen, wurde 2021 der „Corona-Nothilfefonds“ eingerichtet, der heute als „Nothilfefonds im Landkreis München“ weitergeführt und vom AWO Kreisverband München-Land e.V. verwaltet wird.
Der Fonds unterstützt Landkreisbürgerinnen und -bürger, die eine akute finanzielle Notlage erleben und weder gesetzliche Leistungen noch andere Hilfen beanspruchen können. Ausgezahlt werden gezielte Kleinstbeträge bis zu 500 Euro – oft mit großer Wirkung. Konkrete Beispiele zeigen, wie wichtig der Fonds ist:
Ein Schüler konnte nur mit Sicherheitsschuhen ein Praktikum beim Elektriker absolvieren. Da seine Eltern erwerbslos sind und die Familie in einer Flüchtlingsunterkunft lebt, fehlte das Geld. Eine Unterstützung von 60 Euro machte die Teilnahme möglich. Das Praktikum wurde erfolgreich abgeschlossen.
Eine bettlägerige Frau stand kurz davor, ihre Wohnung zu verlieren. Für eine dringend nötige Reha fehlte ihr geeignete Kleidung. 100 Euro für Sportbekleidung ermöglichten ihr die Teilnahme und damit einen wichtigen Schritt zurück in mehr Mobilität und Selbstständigkeit.
Rund 10.000 Euro pro Jahr werden benötigt, um solche Einzelfallhilfen zu ermöglichen. Angesichts steigender wirtschaftlicher Belastungen rechnet die AWO mit wachsenden Anfragen. Landrat Christoph Göbel ruft deshalb zur Unterstützung des Fonds auf: „Weihnachten steht vor der Tür und gleichzeitig verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage. Der Nothilfefonds kann dazu beitragen, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihren Kindern ein schönes Fest bereiten können.“ Die ARGE Freie Wohlfahrtspflege im Landkreis München, der AWO Kreisverband und das Landratsamt bitten daher dringend um Spenden, um Not zu lindern, wo sonst niemand hilft.
Spendenkonto Nothilfefonds
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München-Land e.V. IBAN: DE61 7025 0150 0029 6183 86 Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg Verwendungszweck: Nothilfefonds im Landkreis München
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