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Kinder & Jugend

Schlagwort: #SOZIALSERVICE

Klawotte Kinder & Kreativ in Ottobrunn schließt zum 15. Januar 2026 – bis dahin ist normal geöffnet für Herbst-, Winter- und Weihnachtseinkäufe

Nach zehn Jahren engagierter Arbeit schließt die Klawotte Kinder & Kreativ in der Josef-Seliger-Siedlung in Ottobrunn zum 15. Januar 2026 ihre Türen. Bis dahin bleibt der beliebte Secondhand-Laden des AWO Kreisverbands München-Land mit Café und kreativen Unikaten aus der verWertbar weiterhin geöffnet – und lädt herzlich dazu ein, Kinder für Herbst und Winter auszustatten und besondere Weihnachtsgeschenke zu entdecken.

„Die Klawotte Kinder & Kreativ war weit mehr als ein Laden“, sagt Angelika Martin, Fachbereichsleitung Klawotten beim AWO Kreisverband mit großem Bedauern. „Sie war Treffpunkt, Ort der Begegnung und für viele Ehrenamtliche wie eine Familie.“ Über die Jahre wurde die Klawotte zu einem sozialen Ankerpunkt im Viertel – mit liebevoll gestalteten Räumen, einem kleinen Café und einem Sortiment, das weit über klassische Secondhand-Ware hinausging. All das war nur durch das hohe Engagement der Ehrenamtlichen möglich.

Herausfordernde Rahmenbedingungen führen zur Schließung
Trotz des großen Engagements konnte die Klawotte Kinder & Kreativ wirtschaftlich nicht dauerhaft bestehen. Als wirtschaftlicher Betrieb ohne Sozialzuschüsse und ohne Anerkennung als Sozialprojekt durch das Finanzamt war die Belastung durch hohe Steuerabgaben und steigende Nebenkosten nicht mehr tragbar. „Die Rahmenbedingungen haben uns die soziale Arbeit dort unfassbar schwer gemacht“, so Angelika Martin, „wir sind sehr traurig, dass wir jetzt aufgeben müssen. Die Klawotten sind ein Herzensprojekt im Kreisverband.“ Auch die Lage im Untergeschoss ohne Laufkundschaft habe den Betrieb zusätzlich erschwert, so Martin.

Wie geht es weiter mit dem Kindersortiment?
Angelika Martin betont: „Wir werden eine Lösung finden, um den Ottobrunner Familien auch künftig ein Kindersortiment anbieten zu können. Dazu werden wir frühzeitig kommunizieren.“ Die Suche nach neuen Wegen läuft bereits.

Jetzt noch vorbeikommen – bis 15. Januar geöffnet!
Bis zur Schließung bleibt die Klawotte Kinder & Kreativ weiterhin für alle geöffnet. Wer Kinderkleidung für die kalte Jahreszeit sucht oder auf der Suche nach besonderen Weihnachtsgeschenken ist, wird hier garantiert fündig. Ein Besuch lohnt sich – jetzt mehr denn je.

07.10.2025

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Beratungssituation

Aktionswoche MBE – Finanzierung jetzt sichern!

  • Im Landkreis München tragen drei Mitarbeiterinnen des AWO Kreisverbandes München-Land e.V. auf zwei Vollzeitstellen – nach Rückzug aller anderen Träger – die gesamte Verantwortung für die Migrationsberatung erwachsener Zuwanderer (MBE). Die MBE ist ein zentraler Hebel für Integration:

    🌍 gesellschaftliche & berufliche Teilhabe
    💼 Zugang zum Arbeitsmarkt
    🤝 Unterstützung bei allen Fragen rund ums Ankommen in Deutschland
    👉 Doch: Für 2026 sind Kürzungen auf 77 Mio. € geplant. Damit droht ein Abbau von Beratungsstellen und Kapazitäten.

    Unsere Forderung:
    🔹 Mindestens 81,5 Mio. € – wie 2023
    🔹 Erhalt der flächendeckenden Beratungslandschaft
    🔹 Gesicherte Finanzierung im Bundeshaushalt
    🔹 Faire Refinanzierung der Personalkosten

    🙏 Nur so können wir Ratsuchenden weiter die Unterstützung geben, die sie dringend brauchen!

    #MBE #AktionswocheMBE #Integration #FinanzierungJetzt #AWO #Teilhabe

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Fünf Jahre Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land: Feier mit Gästen aus Politik, Justiz und Verwaltung

Seit fünf Jahren unterstützt der Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund von Krankheit, Unfall oder Behinderung nicht mehr selbst regeln können. Zum Jubiläum feierte der Verein am 18. September mit zahlreichen Gästen und Wegbegleitern – und erhielt viel Lob für seine unverzichtbare Arbeit im Landkreis.

Foto (v.l.): Diana Klöpper und Michael Germayer (Vorstand AWO Kreisverband München-Land), Anna Huber (Präsidium Kreisverband), Landrat Christoph Göbel, Helmut Wantosch (Landratsamt Betreuungsstelle), Stefanie Sonntag (Fachbereichsleitung AWO SozialService), Konrad Veitenhansl (Leitung Betreuungsgericht)

Landrat Christoph Göbel unterstrich in seiner Ansprache die große Bedeutung des Vereins: „Es ist ein Segen, dass wir auf die Arbeit des Betreuungsvereins zählen können. Wenn es ihn nicht gäbe, müssten wir die Aufgaben selbst schultern.“ Auch die AWO-Verantwortlichen stellten die besondere Rolle der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen heraus. Anna Huber (Präsidiumsmitglied) dankte im Namen des Präsidiums allen, die den Verein seit seiner Gründung mittragen. Vorstand Michael Germayer hob hervor, dass hinter jeder Betreuung ein individuelles Schicksal stehe – und dass trotz gedeckelter Finanzierung mit Kreativität und Unterstützung durch das Landratsamt viel erreicht werde.

„Safari“ der Betreuung
Stefanie Sonntag, Fachbereichsleitung SozialService, nahm das Jubiläumsmotto „The Big Five“ auf und führte mit einem Augenzwinkern durch die „Safari“ der Betreuung: Vereinsbetreuer als Löwen mit Stärke und Herz, die Betreuten und Ehrenamtlichen als bunte Leoparden, die im Mittelpunkt der Arbeit des Betreuungsvereins stehen, das Betreuungsgericht als schützendes Nashorn, das Landratsamt mit der Standhaftigkeit und dem sozialen Sinn eines Elefanten und die Kooperationspartner als ausdauernde Büffel mit Willensstärke. „Ohne diese Vielfalt und ohne dieses starke Miteinander wäre unsere tägliche Arbeit nicht möglich“, betonte Sonntag.

Von Seiten des Landratsamts erinnerte Helmut Wantosch, Leiter der Betreuungsstelle, daran, dass die Gründung des Vereins 2019 kurz vor Corona stattfand: „Umso erfreulicher ist es, heute auf einen so erfolgreichen Verein zurückzublicken.“ Auch Konrad Veitenhansl vom Betreuungsgericht München lobte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein Grußwort schickte zudem Claudia Köhler, MdL, die die Arbeit des Vereins als unverzichtbar würdigte: „Sie sind da, wenn Not am Mann oder an der Frau ist.“

Bilanz spricht für sich
Die Bilanz aus fünf Jahren Betreuungsverein spricht für sich: Insgesamt wurden 882 Menschen beraten, die Interessen von 103 Betreuten vertreten und 122 kostenfreie Veranstaltungen rund um rechtliche Betreuung, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen angeboten. Über 1.500 Teilnehmer*innen nutzten bislang die Informations- und Qualifizierungsangebote.

22.09.2025

Weitere Informationen

Judith Horsch-Plein
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720948
presse@awo-kvmucl.de

Nora Otto
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720918
presse@awo-kvmucl.de

AWO Kreisverband München-Land e.V
Balanstraße 55 | 81541 München 

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Fünf AWO-Veranstaltungen im Rahmen der Zukunftswochen 2025 des Landratsamtes München

Im Rahmen der Zukunftswochen 2025 des Landratsamtes München beteiligt sich der SozialService des AWO Kreisverbands München-Land e.V. mit fünf eigenen Veranstaltungen.

Ziel der Aktionswochen ist es, zentrale Zukunftsthemen im Landkreis München sichtbar zu machen, den Austausch anzuregen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Der SozialService lädt Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte und Interessierte herzlich zu einer vielfältigen Veranstaltungsreihe ein. Unsere Angebote greifen aktuelle Themen rund um Gesundheit, gesellschaftliches Engagement, finanzielle Sicherheit und nachhaltigen Alltag auf. Sie bieten Raum für Information, Austausch und praktische Anregungen – ob für Senior*innen, Familien, Jugendliche oder Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Entdecken Sie unsere kommenden Termine und finden Sie das passende Angebot.

24.09.2025

Unsere Termine im Überblick

1. Demenz – Wenn Essen und Trinken schwierig wird
Donnerstag, 25. September 2025 | 14 bis 15 Uhr
Ort: AWO Begegnungszentrum für Senioren Unterschleißheim
Pegasusstraße 18 | 85716 Unterschleißheim

Bei einer Demenzerkrankung treten oft Probleme wie verändertes Ess- und Trinkverhalten, Flüssigkeitsmangel oder Mangelernährung auf. Der Vortrag von Diplom-Oecotrophologin Anne Kösler gibt Angehörigen und Pflegenden hilfreiche Strategien, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Anmeldung erforderlich: begegnungszentrum.unterschleissheim@awo-kvmucl.de

2. Finanzielle Sicherheit im Alter: Tipps & Unterstützung
Donnerstag, 09. Oktober 2025 | 14 bis 16.30 Uhr
Ort: AWO Begegnungszentrum für Senioren Unterschleißheim
Pegasusstraße 18 | 85716 Unterschleißheim

Der Vortrag „Finanzielle Sicherheit im Alter“ zeigt Seniorinnen, wie sie ihre Finanzen im Ruhestand gut im Blick behalten und langfristig absichern können. Die Expertinnen der AWO geben praktische Tipps zu Budgetplanung, Sparstrategien und staatlichen Unterstützungsleistungen. Auch der Umgang mit Schulden im Alter wird verständlich erklärt, um ein selbstbestimmtes Leben zu fördern.

Anmeldung erforderlich: 089-3107461
begegnungszentrum.unterschleissheim@awo-kvmucl.de

3. Ehrenamt mal anders: Informationen zur Aufgabe eines rechtliche Betreuers
Donnerstag, 09. Oktober 2025 | 17 bis 18.30 Uhr
Ort: Sozialnetz Würmtal-Insel
Pasinger Straße 13 | 82152 Planegg

Wir suchen engagierte Menschen im Landkreis München, die ihre Lebens- und Berufserfahrung in einer verantwortungsvollen ehrenamtlichen Betreuung einbringen möchten. Interessierte erhalten von uns alle wichtigen Informationen und Unterstützung für dieses wertvolle Ehrenamt.

Anmeldung erforderlich: elke.zoelzer@awo-kvmucl.de

4. Von kleinen Löffeln zu großen Zielen: nachhaltig und gesund essen im Familienalltag
Dienstag, 14. Oktober 2025 | 9.30 bis 10.30 Uhr
Ort: AWO Familienzentrum Alte Apotheke
Bahnhofstraße 30 | 85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Im Workshop entdecken wir gemeinsam, wie euer Alltag rund ums Einkaufen und Essen die Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit beeinflusst. Ihr bekommt praktische Ideen, kocht zusammen ein nachhaltiges Gericht – und eure Kinder können in der Spielecke dabei sein.

Anmeldung erforderlich: sarah.arnold@hksbr.de

5. Dream it, Budget it – Wünsche verstehen, Finanzen gestalten
Donnerstag, 16. Oktober 2025 | 16 bis ca. 18.30 Uhr
Treffpunkt: Schuldner- und Insolvenzberatung des AWO Kreisverbands München-Land
Balanstraße 55 | 81541 München (Etage 0)

Im Workshop „Dream it, Budget it“ lernen Jugendliche, ihre Wünsche und Ziele zu reflektieren und von den festen Kosten des Lebens zu unterscheiden. Dabei geht es um Themen wie Taschengeld, Nebenjobs, Konsumfallen, Werbung und Social Media, unterstützt durch kreative Methoden wie Visionboards. Der 2–3-stündige Workshop richtet sich an Jugendliche im Alter von 16–18 Jahren im Abschlussjahr und findet – je nach Wetter – draußen im Park oder in den Räumen der AWO statt.

Um Anmeldung unter almut.gruber@awo-kvmucl.de wird gebeten.

Weitere Informationen

Judith Horsch-Plein
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720948
presse@awo-kvmucl.de

Nora Otto
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720918
presse@awo-kvmucl.de

AWO Kreisverband München-Land e.V
Balanstraße 55 | 81541 München 

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SIB-Berater: „Dass junge Menschen in die Beratung kommen, ist ein neuer Trend“

In Zeiten von „Jetzt kaufen, später zahlen“-Angeboten wie bei Klarna oder PayPal geraten immer mehr – vor allem junge – Verbraucher*innen in finanzielle Schwierigkeiten. Was auf den ersten Blick wie eine bequeme Bezahlfunktion wirkt, entpuppt sich oft als Einstieg in eine Schuldenfalle. Ein Gespräch mit Hermann Riedel und Almut Gruber von der Schuldner- und Insolvenzberatung (SIB).

Wie gefährlich sind Dienste wie PayPal oder Klarna aus Sicht der Schuldnerberatung?
Hermann Riedel:
Das Gefährliche ist, dass sie von den Klienten nicht als Banken wahrgenommen werden. Das sind eher Bezahlfunktionen und in dem Moment glauben sie, ist die Bezahlung auch geleistet. Dass sie im Grunde aber einen Kredit aufnehmen und dass sie in Ratenprobleme hineinlaufen, dass ein Kredit Geld kostet und teurer ist, das schätzen sie zu dem Zeitpunkt nicht richtig ein und Klarna und PayPal helfen auch nicht unbedingt mit, das transparent zu machen.

Was genau macht die „Später-bezahlen“-Funktion so riskant für Verbraucherinnen und Verbraucher?
Riedel: Mein Eindruck ist, dass es gerade bei jüngeren Verbraucher*innen eine Haltung gibt, nicht mehr lange auf etwas warten zu wollen. Wenn man etwas haben will, dann bitte jetzt. Wenn man ein Paar Sneaker braucht, weil alle anderen sie haben, dann muss es sein. Wenn alle Leute ein iPhone haben, dann kann ich nicht mit einem alten Handy rumlaufen. Dieses Sofort-Haben wird dadurch erleichtert, dass man sagt, Du musst ja noch nicht bezahlen. Das ist ja erstmal ganz wenig, Du zahlst ja erstmal 19 Euro Rate. Das ist nicht schlimm, das kannst Du doch machen. So wird diese „instant gratification“ durch vorgegaukelte niedrige Raten erzeugt, die in der Summe jedoch alles teurer machen.

Worin unterscheiden sich diese Zahlungsdienste von klassischen Krediten oder Ratenzahlungen bei Banken?
Riedel: Bei Banken wird eine Prüfung vor dem Kredit vorgeschaltet, irgendjemand möchte nochmal ein Ausweispapier sehen, irgendjemand möchte sehen, was Du verdienst. Ein Formular muss im Regelfall ausgefüllt werden und dann muss man auch nochmal warten, weil irgendwo muss eine Zustimmung eingeholt werden, ob man den Kredit denn jetzt so vergeben kann. Oft sind die Banken ja auch noch ortsnah, das heißt: Man kennt die Leute und dann hat das mit Scham und Vorsicht zu tun, vor diesen Personen möchte man nicht als Schuldner dastehen. Das ist bei Klarna und PayPal viel anonymer, das sieht ja keiner. Wobei ich jetzt sogar gehört habe, dass es bei TikTok Challenges gibt: Wer hat mehr Klarna-Schulden? Klarna ist eine Bank! Wenn die merken, jemand kann seine Schulden nicht bezahlen, dann geht’s in die Mahnung und irgendwann taucht Monika Mumm auf, die berühmt berüchtigte Rechtsanwältin. Dann geht’s weiter mit Mahnbescheiden, Vollstreckungsbescheiden und Pfändung und jede Stufe wird dann der Schufa gemeldet und das Rating geht runter. Almut Gruber: Das ist das Schlimme, dass die Betroffenen so jung sind, sie versauen sich damit einiges. Das ist das Dramatische daran.

Welche Personengruppen sind besonders anfällig für die Schuldenfallen solcher Bezahldienste?
Riedel: Es sind die Jüngeren. Ich habe gerade zwei Klientinnen, die deutlich vor 20 schon angefangen haben ihre Einkäufe dort zu machen. Es ist gar nicht schwer ein falsches Geburtsdatum anzugeben, Klarna und PayPal machen es dem Verbraucher nicht schwierig dort einzukaufen. Dieses Verführbare: Jetzt kaufen, später zahlen – das ist in der Jugend sehr ausgeprägt. Bei älteren Menschen sind andere Themen vorherrschend, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit. Ältere Menschen werden nicht so durch dieses instant gratification angesprochen. Bei älteren Menschen spielt eher Spielsucht eine Rolle.

Wie häufig begegnen Ihnen in der Beratung Menschen, die aufgrund von Klarna- oder PayPal-Schulden Hilfe suchen?
Riedel: Dass die jungen Menschen in die Beratung kommen, ist ein neuer Trend. Das war vorher nicht so ausgeprägt. Es gibt die Jugendlichen, die darüber angesprochen werden, dass ihre Freunde auch alle dies oder das haben und das dann auch haben möchten. Die tappen dann in die Klarna-Falle. Ab 16 Jahren ist das relevant. Sobald sie ein Girokonto haben. Deswegen ist die Prävention ein so großes Thema, dass man auch schon in die Schulen geht, weil Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahre über solche Themen Bescheid wissen sollten. Derzeit haben so circa 10 % unserer Klient*innen ein Problem mit Klarna bzw. PayPal. 

Warum kommen die Jüngeren in die Beratung – aufgrund des Drucks oder weil Eure Arbeit präsenter ist?
Almut Gruber: Spätestens kommen Betroffene dann zu uns, wenn sie Angst bekommen aufgrund von Mahnbescheiden und der Angst, ins Gefängnis zu müssen. Da herrscht einfach das Unwissen, dass man nicht vor Gericht muss, aber das ist verständlich: Woher soll man das auch wissen? Es sieht auch gruselig aus. Es ist orange, es ist groß und es steht Schulden bzw. Gericht darauf. Um diesem Terror aus dem Weg zu gehen, führen die Wege hier her. Das ist psychisch belastend, vor allem, wenn man eine Depression hat oder krank ist. Das ist ein enormer Druck.

Was raten Sie Menschen, die bereits mehrere „Jetzt kaufen, später zahlen“-Zahlungen offen haben?
Riedel: Da fragen wir am besten auch noch meine Kollegin, weil ich hab da in meiner herzigen altmodischen Art gesagt: Dann müssen sie halt mal einen Haushaltsplan aufstellen. Also Kontoauszüge ausdrucken und schauen, was reinkommt und wie sieht das Delta aus? Da hat meine Kollegin erstmal herzlich gelacht und gesagt: Das macht heute kein junger Mensch mehr.
Gruber: Es gibt Möglichkeiten, wie zum Beispiel Finanzapps, da muss man natürlich auch immer behutsam umgehen, weil Du natürlich Deine Daten herausgibst und mit Datensicherheit sollte man sich immer auseinandersetzen. Riedel: Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen: Diejenigen, die einen Haushaltsplan machen können, brauchen keinen und die, die einen brauchen, kriegen es nicht hin.

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FIB-Team beim Sommerfest in Haar

Sommerfest Haar – gemeinsam mit dem Helferkreis

  • 🌸 Ein Tag voller Begegnung, Freude & Vielfalt 🌸

    Am 01.08.2025 haben wir gemeinsam mit dem Helferkreis Haar unsere Klient*innen und Gäste eingeladen, in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen – drei Stunden voller Herzlichkeit, Lachen und Miteinander.

    💛 Unter dem Motto „Was ist Liebe?“ wollten wir Danke sagen und eine Botschaft teilen, die uns am Herzen liegt:

    ✨ Liebe ist bunt.
    ✨ Liebe ist etwas, das man schenkt.

    Alle Bilder, die diesen Gedanken begleiten, wurden liebevoll von Kindern ausgemalt – ein Projekt voller Kreativität und Freude. Danke an Frau Meisa Hayali für die wunderbare Idee und Umsetzung!🙏

    👥 Wer wir sind: Wir sind in Haar/Grasbrunn ein fünfköpfiges Team, das rund 430 Klient*innen aus verschiedenen Herkunftsländern begleitet – mit dem Ziel, ihre soziale Teilhabe zu stärken. Unsere Schwerpunkte: Asyl & Aufenthalt, Bildung, Arbeit und Erstorientierung vor Ort sowie in Deutschland.

    #AWO #München-Land #Sommerfest2025 #Helferkreis #Haar #TeilhabeStärken

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Teamfoto Regenbogenvilla auf Lauf

Wir waren dabei: Kinderhaus Regenbogenvilla beim Rückenwindlauf!

Unsere AWO Regenbogenvilla war beim diesjährigen Rückenwindlauf in Garching mit am Start – und das mit vollem Einsatz und guter Laune! 🤩

Ein ganz besonderes Highlight: Hortkind Zoe hat in ihrer Altersklasse mit einer super Zeit den 1. Platz über 5 km erreicht!🥇 Wir sind mächtig stolz auf dich, Zoe! 💪 Begleitet wurde sie von engagierten Kolleginnen aus der Regenbogenvilla.❤️

🏃‍♀️ Der Rückenwindlauf in Garching findet jährlich unter dem Motto „Wir laufen für Kinder“ statt. Der komplette Erlös kommt der Initiative krebskranke Kinder München e.V. zugute und unterstützt damit Familien in extremen Belastungssituationen.

#awo #regenbogenvilla #rückenwindlauf #rückenwindlauf2025 #garching #münchenland

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Collage aus Bildern von Menschen auf dem Sommerfest

Sommerfest im Beherbergungsbetrieb

🌪️☀️ Sommerfest im Beherbergungsbetrieb – wir feiern trotz Wind und Wetter! „Sturm, Regen und fliegende Pavillons? Kein Problem für unsere starke Gemeinschaft! 💪 Kurzentschlossen wurde umgebaut, der Mehrzweckraum verwandelte sich in eine bunte Festhalle.“ Angela Pfister-Resch, Einrichtungsleitung beim Beherbergungsbetrieb im Dreilingsweg, freut sich über ein gelungenes Sommerfest. Unten rechts auf dem Foto ist Frau Pfister-Resch zusammen mit Gerhard Zanker, Gemeindereferent und BHB-Nikolaus, zu sehen.

🌍 Bewohnerinnen brachten leckere Spezialitäten aus aller Welt mit.
🌯 Der Foodtruck versorgte uns mit Döner & Hendl.
🍰 Die Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe Menzing brachten Kuchen & halfen kräftig mit. Am Abend kam sogar die Sonne raus 🌞 – es wurde getanzt, gespielt und gelacht! Danke an alle, die mitgemacht, mitgeholfen und mitgefeiert haben – so geht Gemeinschaft! ❤️

#awo #awomünchenland #beherbergungsbetrieb #beherbergungsbetriebe #gemeinschaft

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Neue Schuldenfallen durch „Jetzt kaufen, später zahlen“ – AWO Schuldner- und Insolvenzberatung warnt vor Klarna und PayPal

Digitale Bezahldienste wie Klarna und PayPal bieten zunehmend „Später-bezahlen“-Funktionen an, die vor allem junge Menschen in Schuldenfallen locken. Die Schuldner- und Insolvenzberatung (SIB) der AWO München-Land warnt eindringlich vor den Risiken dieser Zahlungsdienste und appelliert an Verbraucher*innen, ihre Kosten genau zu prüfen.

„Viele Nutzerinnen und Nutzer nehmen Klarna und PayPal nicht als Banken wahr, sondern eher als einfache Bezahlfunktionen. Dabei schließen sie in Wirklichkeit Kredite ab“, erklärt Hermann Riedel von der SIB. Dadurch entstehe häufig ein falscher Eindruck über die tatsächlichen Ausgaben, der schnell zu finanziellen Problemen führen könne.

Die angebotene „Jetzt kaufen, später zahlen“-Option fördere zudem eine gefährliche Haltung: „Gerade junge Menschen wollen heute alles sofort haben. Niedrige Monatsraten wirken verlockend, doch in der Summe werden die Kosten oft erheblich teurer.“

Im Unterschied zu klassischen Bankkrediten fehlen bei Klarna und PayPal umfangreiche Bonitätsprüfungen und persönliche Beratung. „Die Hemmschwelle für Schulden ist hier deutlich niedriger. Die Folgen sind Mahnverfahren, negative Schufa-Einträge und erhebliche finanzielle Nachteile, die junge Menschen oft unterschätzen“, sagt Riedel.

Junge Erwachsene besonders häufig betroffen
Besonders betroffen sind junge Erwachsene: „Viele beginnen schon vor dem 20. Lebensjahr, Ratenzahlungen über diese Dienste zu nutzen. Kleine Beträge summieren sich schnell zu fünfstelligen Forderungen, die mit dem Einkommen nicht mehr zu stemmen sind.“ Die Schuldner- und Insolvenzberatung schätzt, dass rund zehn Prozent der Ratsuchenden Probleme mit Klarna oder PayPal haben.

Stärker in den Fokus nehmen: Präventionsarbeit an Schulen
Die AWO fordert daher mehr Präventionsarbeit, insbesondere an Schulen, um junge Menschen frühzeitig über die Risiken digitaler Zahlungsdienste aufzuklären. Ab Herbst ist geplant, dieses Engagement verstärkt in Schulen einzubringen – entsprechende Konzepte befinden sich derzeit in Vorbereitung. Zudem empfiehlt sie Betroffenen, Ausgaben genau zu überwachen und bei Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

22.07.2025

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Der Jahresbericht des AWO SozialService 2024 – erstmals erweitert durch Berichte aus den Klawotten und dem Fachbereich Migration

Seit Herbst 2024 gehören der AWO-Fachbereich Migration sowie die Klawotten zum SozialService. Die beiden Fachbereiche ergänzen die bisherigen Angebote der Wohnungsnotfallhilfe, Schuldner- und Insolvenzberatung sowie des Betreuungsvereins. Seit Januar 2025 ist der Kreisverband außerdem Träger des Begegnungszentrums für Senioren in Unterschleißheim. Nun liegt erstmals ein umfassender Jahresbericht zu allen Bereichen vor.

FOL ist 18 Jahre alt: Wohnungserhalt steht an erster Stelle
Die inzwischen volljährige Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL) ist seit 2007 für die Bürger*innen im Landkreis München – dem bevölkerungsreichsten bayerischen Landkreis – im Einsatz. Im Jahr 2024 wurden 1.557 Personen beraten, davon konnten 1.432 Fälle positiv abgeschlossen werden. Die FOL wird vom Landkreis München vollständig finanziert.

Je früher ein Problem erkannt wird, desto schneller kann gehandelt werden. Die FOL unterstützt Menschen dabei, ihre Wohnung zu sichern oder neue Perspektiven zu entwickeln – durch schnelle Terminvergabe, individuelle Beratung bei Zwangsräumung, Hilfe bei Anträgen und die Anbindung an weitere Hilfen. Auch bei Wohnungssuche, finanzieller Sicherung und dem Aufbau persönlicher Ressourcen steht die FOL zur Seite.

Fünf Jahre Betreuungsverein: Die Betreuungen werden komplexer
Seit 2020 übernimmt der Betreuungsverein des AWO Kreisverbands München-Land gesetzliche Betreuungen im Landkreis – und stellt fest: Die Anforderungen steigen. Viele Fälle sind durch psychische Erkrankungen, Suchtproblematiken oder soziale Isolation besonders herausfordernd. Gleichzeitig fehlen oft Angehörige oder ehrenamtliche Unterstützer*innen.

Seit der Reform des Betreuungsrechts 2023 steht die Selbstbestimmung der betreuten Personen im Mittelpunkt – gesetzliche Betreuer*innen sollen vorrangig unterstützen statt vertreten. Damit steigen die Anforderungen an Fachlichkeit, Kommunikation und Organisation. Neben den Betreuungen selbst ist der Verein auch in der Beratung ehrenamtlicher Betreuer*innen aktiv und informiert zu Themen wie Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen, Patientenverfügungen und dem Ehegattennotvertretungsrecht.

Die AWO Klawotten: Das größte Ehrenamtsprojekt des Kreisverbands zählt 200 Engagierte in 2024
Was 2008 mit einem Laden in Ottobrunn begann, ist heute ein starkes soziales Projekt mit fünf Standorten im Landkreis München und einem weiteren in Gauting. Die AWO Klawotten bieten mehr als gut erhaltene Kleidung und Haushaltswaren – sie schaffen Begegnungsorte, unterstützen Menschen in schwierigen Lebenslagen und stehen für gelebte Nachhaltigkeit. Ohne öffentliche Zuschüsse und getragen von einem engagierten Team und zahlreichen Spender*innen, verbindet das Projekt soziale Hilfe mit Ressourcenschonung – direkt, unbürokratisch und für alle. Mit über 200 Engagierten sind die Klawotten das größte Ehrenamtsprojekt des AWO Kreisverbands. Das hauptamtliche Team besteht aus 14 Mitarbeiter*innen.

AWO Flüchtlings- und Integrationsberatung bleibt gefragt
Auch im Jahr 2024 war die Nachfrage nach Beratung hoch: Über 8000 Gespräche wurden geführt und 838 Menschen – darunter 291 Minderjährige – in verschiedenen Lebenslagen unterstützt. Die Klient*innen kamen aus insgesamt 34 Herkunftsländern, am häufigsten aus der Ukraine, Afghanistan, Nigeria und Syrien. Thematisch standen rechtliche Fragen, Aufenthaltsstatus, Wohnen, Gesundheit und Bildung im Fokus. Die Beratungen fanden überwiegend direkt in den Unterkünften statt – für eine möglichst niederschwellige, wohnortnahe Unterstützung.

Mehr zum Jahresbericht 2024 des AWO SozialService
Mehr zu diesen Themen und weiteren Fachbereichen bzw. Einrichtungen – wie der Schuldner- und Insolvenzberatung, dem Familienzentrum „Alte Apotheke“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie dem Begegnungszentrum für Senioren – finden Sie im aktuellen Jahresbericht des AWO SozialService.

28.05.2025

Weitere Informationen

Judith Horsch-Plein
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720948
presse@awo-kvmucl.de

Nora Otto
Referentin Presse und Social Media
Mobil 0176 16720918
presse@awo-kvmucl.de

AWO Kreisverband München-Land e.V
Balanstraße 55 | 81541 München 

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